Wat nu ??

Das Segeln und Pläne machen nicht zusammen passt, dass haben wir in den letzten Jahren ja zur Genüge gelernt.

Aber Segeln, Pläne und dann noch Corona… da läuft dann gar nix mehr so richtig. Was also tun in den nächsten Wochen und Monaten. Wohin kann man, wohin darf man? Die Möglichkeiten sind arg begrenzt. Teilweise darf man einreisen, aber nur mit negativem Test, Quarantäne und ev. braucht man eine Bestätigung der Auslandskrankenversicherung, dass sie im Falle usw. die Kosten für eine Coronabehandlung übernehmen. Haha! Guatemala und Honduras scheiden zusätzlich noch aus wegen heftiger Hurrikanschäden. Mexiko geht gar nicht wegen zu hoher Infektionszahlen. Jamaika waren wir schon. Was bleibt also?

Nun ist die Hurrikansaison offiziell seit 2 Tagen vorbei, ebenso die Regenzeit hier in Panama, jedoch haben wir genau jetzt seit 1 1/2 Wochen ein echtes Schittwetter mit viel Regen, grauen Himmel und eine Segelwarnung fürs offene Meer gehabt. Nun setzt Ende November aber der Passat ein, sehr nützlich wenn man von Ost nach West will. Wir hier können nicht weiter nach West, Panama Festland liegt da im Weg. Wir können nur nach Norden, da sind die Länder aber alle zu oder siehe oben. Richtung Süd-Ost liegen die San blas Inseln, die zu Panama gehören. Aber auch die sind für den Tourismus noch gesperrt. Wir können also nicht nach oben, nicht zurück nach Osten und auch nicht zu den San Blas. Wir könnten hier bleiben bis der Passat ab Mai nicht mehr so heftig und entgegen weht (für Nicht-Segler: es segelt sich verdammt schlecht mit Wind direkt auf die Schnauze 🙃). DAS ABER WILL DAS NIEDRIGE CREWMITGLIED DER 2WISHES NICHT!!!

Und so reden wir seit Tagen über den Plan, jetzt noch ganz schnell 160 Seemeilen (ca. 40 Stunden) zurück zur Linton Bay , also Richtung Südost zu segeln. Dort wären wir nur ca. 1 Tagestörns von den San Blas entfernt, für den Fall, dass dieses Insel Archipel doch noch öffnet. Nachteilig ist die dortige Versorgungslage, der nächste Supermarkt ist nur per Bus erreichbar. Kennen wir alles, schließlich haben wir dort bereits ein halbes Jahr gelegen.

Und so machen wir seit Tagen nicht anderes als Geld ausgeben, heißt wir schaffen Lebensmittel jeglicher Art an Bord, denn die Supermärkte sind auch auf unbewohnten Palmeninseln recht spärlich angesiedelt. Jeden Tag rufen wir das Wetter ab, jedesmal sieht es bescheiden aus. Wenig Wind, gar keiner oder aus der falschen Richtung, Regen, Gewitter usw. Und die Zeit drängt, der Passat wird jeden Tag stärker, in einer Woche ist das Fenster zu.

Und so fiel heute Nacht (wann sonst) die Entscheidung, wir legen ab. Ein weiterer Blick auf die Segelwettervorschau, wenn nicht jetzt, dann die nächsten Wochen nicht mehr. Viel Wind werden wir nicht haben und wenn, dann wahrscheinlich aus der falschen Richtung. Heißt motoren zur großen Freude des Skippers.

Samstag morgen geht’s los, mit einem Zwischenstop vor der uns ja schon bekannten unbewohnten Insel „Escudo de Veraguas“ werden wir Linton wohl bis spätestens Dienstag erreichen und dann sehen wir weiter. Viele scheinen sich in das Gebiet der San Blas reinzuschleichen , vielleicht gelingt uns das ja auch .

Weihnachten ankern vor einem Sandhügel mit Palme drauf – ja, haben will 😀 Wenn man schon keine Pläne machen kann, dann sollte man doch zumindest noch „träumen“ duerfen.

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