Die Hasenfueße wagen sich zu den San Blas Inseln

Wieso eigentlich „wagen“ ? Wo ist das Problem? Nun, selbst nach 5,5 Jahren sind wir noch immer ängstlich unterwegs. Neue Ankerbuchten, neue Inseln, neue Länder… all das verursacht noch immer erst mal ein gewisses Magengrummeln und die San Blas Inseln sind eben nicht ohne. Denn

  1. Sind sie ein mit vielen Riffs und Untiefen verseuchtes Gebiet, allerdings eben auch wunderschön mit vielen kleinen Palmeninseln, von denen viele unbewohnt sind. Die Anfahrten zu den jeweiligen Ankerplätzen sind tricky und nicht ungefährlich. Die elektronischen Karten sind meist ungenau und die Abbildungen im Panama Cruising Guide von Eric Bauhaus muss man oft erst mit der Wirklichkeit vor Ort in Verbindung bringen.
  2. Die San Blas werden bewohnt und eigenständig verwaltet von den Kuna Indians, haben somit eine eigene autonome Verwaltung  innerhalb von Panama. Gerüchtweise hört man von Schiffen, die zurück geschickt werden, eben weil diese Inseln wegen Corona noch immer offiziell für den Tourismus gesperrt sind.

Aber in den letzten Tagen haben wir immer wieder Schiffe in Richtung San Blas die Marina verlassen sehen und nie ist jemand zurückgekommen. Somit starten auch wir quasi als fast letztes Schiff am 27.12.2020 diese ca. 40 Seemeilen (8-10 Stunden) Überfahrt morgens schon früh um 6.30 Uhr.    Die erste Ankerplatzmöglichkeit in „Chichime“ lassen wir aus und auch die Hauptstadt der Kunas, Porvenir in der Nähe des Festlands, passieren wir mit ausreichend Abstand um nicht entdeckt zu werden. Hasenfuesse eben….

Dafuer geht bereits um 15.30 unser Anker runter am ersten Ankerplatz von den Hollandes Cays, welches eine Gruppe von 21 unbewohnten Inseln hinter einem 7-Meilen-Riff ist. Alle Inseln der San Blas Region liegen hinter irgendeinem Riff, dass die Brandung des offenen karibischen Meers abhält, wodurch man dahinter eben sicher und ruhig liegen kann.

Links die Insel Acuakargana, rechts die Insel Waisaladup ! Dazwischen ist das Riff erkennbar

Eine Ankerbucht gemacht für Hasenfuesse 🙂 , groß und ohne Untiefen in der Einfahrt, liegen wir auf 5 m im verschiedenfarbigem türkisenen Wasser mit nur einem einzigen anderen Segelschiff.   

Es ist ein Traum !

Endlich im 3. Anlauf sind auch wir in den San Blas. Beim 1. Mal im Oktober 2019 hat uns 1 Woche vorher ein Blitzschaden ausgebremst, beim 2. dann Anfang März 2020 „Corona“. 

Dafuer genießen wir heute sowie die nächsten 4 Wochen den „Corona-Vorteil“ – Ja, so was gibt es tatsächlich auch. Wie wir es ahnen und später bestätigt wird, liegen hier in der Bucht zu Normalozeiten bis zu 20 Schiffe gleichzeitig.

Jede Menge Kokosnuesse fuer die kuenftige abendliche Knapperzeit (hoffentlich sind die kaloriearm 😉 )

Im Nachhinein entscheiden wir ein paar Wochen später, dass dies unser 2. schönster Ankerplatz wird und so machen wir kurz vor Ende unseres Aufenthaltes noch mal einen Umweg, nur um hier noch mal 2 Tage genießen zu können.

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