Das Pech Anderer ist unser Glück – ausnahmsweise mal

Gestern vormittag erst , wie berichtet, hat Martin uns den reparierten Generator wieder an Bord gebracht. Beim Nachwinken dachten wir noch, dass wir hoffentlich in den nächsten Wochen nichts weiter zu seinem Lebensunterhalt beisteuern bräuchten. Aber dann haben wir uns mittels unseres zweiten Verkehrsmittels, des Dinghis, auf den Weg zur Stadt gemacht. Der Kuehlschrank läuft gut , muss aber regelmäßig gefuellt werden.

Auf dem Weg hin macht der Außenborder ein komisches Geräusch. Hab ich schon mal erwähnt, dass ich komische Geräusche nicht mag? 😛 Wir kontrollieren, ob wir mit dem Propeller was eingefangen haben, aber alles scheint in Ordnung. Es geht normal weiter, nur leider nicht mehr auf dem Rueckweg. Das komische Geräusch wiederholt sich ständig, vor allen Dingen, wenn Frank Gas gibt. Wir haben keinen Antrieb mehr und schleichen zurueck zum Schiff. Franks Vermutung: irgendwas mit dem Getriebe… Es läuft bei uns 🙄

Aber warum sich einen Kopf machen, ihr ahnt es vielleicht schon… es geht mal wieder eine WhatsApp raus an Martin 😉 . Er kündigt sich für den nächsten Morgen um 9.00 Uhr an, aber obacht … Martin ist ja kein Local, hat die panamesische (Un-)Pünktlichkeit nicht verinnerlicht 😉 und erscheint bereits um 8.30 Uhr. Wie gut , dass ich mir den Wecker gestellt hab – als hätt ich’s geahnt 😉 . Nach einer kurzen Probefahrt nimmt der den Probeller ab, schaut in dessen Inneres und meint, der ist hin!!! Nun, er hat das natürlich mit mehreren (englischen) Wörtern übermittelt, aber hin ist hin und so läßt er uns sprachlos zurück mit dem Hinweis, er würde uns einen Link schicken aus den USA, wo wir einen Neuen bestellen könnten. Ha! Und bis dahin? Im Schleichgang zur Stadt? Für wie lange? Lieferungen aus den USA sind nicht mal eben in 2-3 Tagen hier. Und noch während ich ein mißmutiges Gesicht ziehe, meint der Skipper, er hätte gerade eine ganz dolle Idee. Aber erstmal sollte ich einen Kaffee kochen, zum Frühstücken sind wir in dieser nachtschlafenden Zeit nämlich noch nicht gekommen 😛

Lange Rede, kurzer Sinn – jetzt komme ich endlich zu der hiesigen Überschrift 😉

Fritzens, wie die Crew der Tifricat liebevoll bei uns heißt, hatten die Woche nämlich PECH. Ihr Dinghi-Außenborder, baugleich mit unserem, hat am Montag den Dienst eingestellt. Sämtliche Reparaturversuche waren vergeblich, das Einzigste, was noch heile ist, ist…. richtig… der Propeller . Und gerade heute Mittag soll der alte Außenborder verschrottet werden und der Neue geliefert. Schnell eine WhatsApp (was macht man bloß ohne?) an Fritz und noch vor dem Mittag sind wir im Besitz eines gebrauchten Propellers sowie eines neuen Reservepropellers, den Fritz nämlich nicht mehr brauchen wird, da der neue Motor größer ist. Denn, so hörten wir, die Dinger halten nur 3-4 Jahre, dann muessen die erneuert werden. Sollte man also immer als Reserve an Bord haben. Hätte man uns das nicht mal eher sagen können? Man lernt nicht aus und auf einem Boot erst recht nicht. N0ch 10-15 Jahre, vielleicht muss man uns dann nichts mehr beibringen 🙂

(Übrigens – nachmittags kommt Martin noch mal vorbei, ihm wäre eingefallen, dass die Fritzens ja usw. 😉 – ist schon ein Guter, unser Martin 😉 )

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