Und weg war er….

2 Tage kommen wir wegen schlechtem Wetter nicht von Bord, aber dann endlich wieder blauer Himmel, nix wie an Land…. dazu erforderlich ein Dinghi, vorzugsweise mit Motor, denn Langstreckenpaddeln in unserm Alter macht nicht mehr viel Spaß.

Unser Dinghi samt Motor hängt am Heck der 2wishes , hochgezogen an 2 Davids, wo es mit mehreren Leinen befestigt ist. Wer jetzt gut aufgepaßt hat, der findet den Fehler auf dem nachfolgenden Bild 😉

UND???? Fehler gefunden???

Frank hat in Natura jedenfalls länger gebraucht. Bevor sein Ausruf „ach du Schei..“ kam, hat er erst diverse Leinen gelöst, um unser Dinghi herab lassen zu können und sich dann erst gewundert. Seit 6,5 Jahren ziehen wir jeden Abend unser Dinghi (im Gegensatz zu vielen anderen Seglern) hoch, um einen Diebstahl zu vermeiden. Denn… siehe oben… ohne Dinghi kein Landgang 😥

Wir waren die ganze Zeit an Bord, wir schlafen mit dem Kopf Richtung Dinghi, wie zum Kuckuck haben die es fertig gebracht, völlig geräuschlos das Schloss zu knacken, mit dem der Motor zusätzlich gesichert war, die Benzinleitung zu kappen, von unten die Verschraubung zu lösen und dann u e b e r Kopf einen 30 kg schweren Motor zu demontieren und lautlos zu verschwinden?????????????????????

Nicht nur wir sind fassungslos, auch der herbei gerufende Marine Park Ranger. Meine größte Angst: wo bekomm ich bloß auf dieser kleinen Insel einen neuen Motor her?

Die Tifricat liegt neben uns und ist uns in den nächsten Tagen mit diversen Abholdiensten eine große Hilfe. Mit dem Taxi geht es am nächsten Tag nach French Harbor, dort gibt es das Ministerium de Public, wo unter anderem auch ein Polizeibeamter sitzt, der solche Diebstahlanzeigen aufnimmt. Großes Problem dabei, man kann eine Anzeige nur mit einer spanisch sprechenden Person aufnehmen. Aber woher nehmen? Eigentlich könnten wir auf eine Anzeige verzichten. Niemals wird hier auf der Insel jemand diesen Motor suchen oder finden 😉 , aber wir brauchen eine Aktennummer fuer die Versicherung, denn Gott sei Dank stellen wir fest, dass unser Dinghi samt Motor diebstahlversichert ist. Nach einer Stunde hin und her und diversen sprachlichen Mißverständnissen haben Glück, großes Glück. Eine junge Einheimische möchte ebenso eine Anzeige aufgeben und nimmt sich vorher eine 3/4 Stunde Zeit, um für uns zu übersetzen. Danke, danke, danke!!!!

Eine weitere Stunde später haben wir dann tatsächlich auch einen neuen Motor geordert, da dieser vom Festland kommt, muessen wir uns aber noch ein paar Tage gedulden und weiterhin den Fährdienst der Tifricat in Anspruch nehmen.

Aber… der erste Schock ist überwunden und die Tränen versiegt! Und wenn man an die Situation in der Ukraine denkt, dann war das Jammern und Heulen auf hohem Niveau – sorry dafür!

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