Über die Sandbank vor Livingston

Wir sind überhaupt nicht aufgeregt 😳

ca. 10 Seemeilen sind es von der Tres Punta Bucht bis zum Anfang der „Barre“ (Sandbank), 2 – 2,5 Stunden brauchen wir für diese Strecke und so gehen wir gegen 9.00 Uhr Anker auf Richtung Livingston. Eine Meldung auf unserem Handy irritiert. Wir hätten jetzt nordamerikanische Inlands-Sommerzeit und somit erst 8.00 Uhr! Was ist uns denn da wieder entgangen? Hat Guatemala etwa eine andere Zeitzone wie Honduras? Dann wären wir eine Stunde zu früh an der Sandbank und hätten nicht genug Wasser unterm Kiel. Panik! Wir haben keine Netzverbindung und können somit die Zeit nicht überprüfen. So versuchen wir mehrmals den Einklarierungsagenten Raoul Morales per Funk zu erreichen. Keine Antwort! Sehr schlechter Service!!! Ihr merkt also: Entspannung ist anders 😉

11.00 Uhr (Honduras-Zeit und wahrscheinlich auch Guatemala Zeit 😉 )

Wir stehen vor der Sandbank, 11.20 Uhr ist absolutes Hochwasser! 10 Minuten wartet Frank noch mit angezogenen Zügeln, dann läßt er locker und wir rollen auf die Barre zu . 11.11 Uhr – wir stecken fest 😯

Angeblich sollen hier immer Schiffe lauern, die einem behilflich seinen möchten (gegen Cash natürlich) und einen über die Sandbank ziehen. Hier ist heute weit und breit kein Schiff zu sehen!!! Wir warten! Vielleicht kommt ja jemand! Aber nix tut sich! So wird der Captain mutig und gibt einfach mal ein bißchen Gas. Und tatsächlich, ganz langsam bewegt sich die 2wishes durch den Schlamm und ist kurze Zeit später so frei, dass sie die restlichen 1,5 Seemeilen mit 0,0 bis 0,1 m unterm Kiel bis Livingston zurück legt, ohne noch mal stecken zu bleiben! Wir haben es geschafft, ganz alleine! Ankern vor Livingston mit 0,6 m unterm Kiel. Boorrr!! Da ist jetzt richtig Platz unterm Kiel 😀

Wieder versuchen wir den Agenten über Funk zu erreichen! Keine Antwort! So begeben wir uns an Land. Am Public Dock will man auf unser Dinghi aufpassen, natürlich gegen ein kleines Trinkgeld. Das Angebot nehmen wir gerne an, schließlich können wir unserer Versicherung nicht schon wieder den Diebstahl eines Motors, diesmal sogar mit Dinghi, verklickern 😉 . Ein anderer Boy bringt uns zum Büro des Einklarierungsagenten Raul, wo völliges Unverständnis herrscht, dass man nicht über den Funkverkehr Kanal 16 erreichbar war! Hahaha!! Aber gerade wäre Lunch-Time und alle Offiziellen somit „out of order“ 😉 Aber dann, dann würde man kommen …..

Und tatsächlich, um 14.30 Uhr kommt eine Lancha mit 8 Personen an Bord. Nur 2 davon arbeiten, heißt, sie notieren Diverses aus unseren Schiffspapieren, Passports und Impfausweisen (Einreise bei vollständiger Impfung ohne zusätzlichen Test zur Zeit möglich). 15 Minuten später und 250 Dollar ärmer sind alle wieder weg und der Neffe des Einklarierungsagenten Raoul will uns unsere Einklarierungsbestätigung gegen 15.30 Uhr zum Public Dock bringen. Wir bestellen ihn gleich um in das daneben liegende kleine Restaurant, wo wir das erste Local Beer testen. Das schmeckt uns so gut, dass wir gleich noch ein Zweites bestellen 😉 und uns entschließen, doch nicht mehr sofort weiter zu fahren. Die erste Strecke durch den Rio Dulce soll landschaftlich sooo schön sein, dass es schade wäre, dort im Eiltempo vorbei zu rauschen. Zwar sind es nur ca. 5-7 Seemeilen bis zum 1. Ankerplatz, bei Vollgas also nur ca. 1,5 Stunden, aber trotzdem kämen wir nur ganz knapp vor Einbruch der Dunkelheit an. So entspannen wir uns, genießen noch eine Pizza, sichern Dinghi und Dinghimotor mehrfach und verbringen eine ruhige Nacht vor Livingston

Und morgen geht es dann ganz entspannt den Fluss rauf….

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