30.08.14 – Ereignisreicher Samstag

Habe soeben den Befehl bekommen, mich unauffällig zu verdrücken… heißt: nicht im Weg stehen und schon gar nicht so blöde Fragen wie „kann ich helfen oder gibt es irgendwas, was ich machen kann?“ stellen. Daher ist gerade Blogschreiben ohne meckern möglich 🙂

Frank baut gerade unter Fluchen eine neue Duschwasserpumpe samt neuen Ein- und Ausschalter ein. Unsere bisherige hielten wir zu schwach, denn wenn wir mal zu bequem waren gen Waschhaus zu gehen, dann mußte man für 3 Min. duschen 10 Min. Knöpfchen zwecks Abpumpen des Wassers drücken. Das machte keinen Spaß. Als wir aber diese Problematik heute Morgen bei einem Gespräch in unserer künftigen Werft (siehe weiter unten) erwähnten, meinte man dort, dass eventuel nur das eingebaute Sieb zusitzen würde! Sieb?  Ach! Nun, da hätte man vielleicht auch selber drauf kommen können, wenn, ja wenn der Kopf nicht mit wichtigeren technischen Dingen bereits voll wäre. Und tatsächlich, beim Ausbau der alten Pumpe stellten wir fest, dass um das Sieb quasi ein Filzteppich aus Haaren und Seifenresten lag. Da konnte nix mehr durchgehen. Nun haben wir trotzdem eine neue Pumpe (Arbeitszeit 3 Stunden) und wieder mal was dazu gelernt.

So ganz untätig hab ich diese besagen 3 Stunden nicht verbracht, durfte ich mich heute doch mal wieder  mit dem Putzen des Decks beschäftigen. Der Skipper liebt ein sauberes Schiff und ich bin mir sicher, wenn er es nachher bemerkt, werd ich auch ein kleines Lob bekommen 😉

Und dann waren wir heute Morgen  in der Maronier Werft zur Besprechnung des Angebotes, welches man uns die Woche bereits per Mail zukommen gelassen hatte.

Winterlager in der Halle (einschl. Ein- und Auskranen durch deren fähige Mitarbeiter sowie Mast legen, lagern und wieder setzen – nur unerheblich teurer (naja – ca. 400 Euro) als letztes Jahr hier auf dem Parkplatz – dafür bekommen wir aber auch ein sauberes Schiff zurück – man gönnt sich ja sonst nix 😉

Der größte Batzen geht für die Erneuerung der Manschette zum Saildrive (spezielle Antriebstechnik bei Segelyachten) drauf.  Der Steuerriemen (sowas wie der Zahnriemen beim Auto, der alle 80.000 Km erneuert werden muss) wird auch erneuert. Beides muss aber unbedingt sein, schließlich wollen wir Anfänger mit einem voll funktionsfähigen Schiff nächstes Jahr los machen.

Ferner wird unser vorhandenes Radargerät im Mast montiert sowie eine Seewasserpumpe- bzw. -ventil in die Küche eingebaut, damit ich später nicht das kostbare Süsswasser zum Abwaschen benutzen muss.

Auch der berühmte Separ-Diesel-Doppelfilter wird von denen montiert und angeschlossen, sowie einige angerostete Dieselschläuche erneuert.

Borddurchlass für die künftige Entsalzungsanlage gehört auch zum Auftrag.

Da uns die Preise gefielen und wir auch die nötige Kompetenz vermuten, sind wir demnächst dann eben ein paar Tausend Euro leichter. Aber was sein muss, muss sein!

Der Vorteil, in einer Werft zu liegen, sehen wir auch darin, dass man jederzeit jemand ansprechen und fragen kann, wenn man nicht weiter weiss. Diese Werft hatte übrigens letzte Woche auch hier an Bord den neuen Gasanschluß für unsere neue Propangasflasche (in Tonne) gemacht, so das wir demnächst auch billiger kochen können. Schließlich muss man auch irgendwo mal anfangen zu sparen.

Ach ja, eine möblierte Wohnung hab ich am Freitag auch noch klar gemacht. Zumindest schon mal telefonisch. Was Anfangs so leicht aussah, da ganz viele Wohnungen möbliert angeboten werden, erwies sich dann doch als problematisch, da die meisten bereits ab 1.8. oder 1.9. vermieten wollten. Und nun zum 1.10. war plötzlich der Markt leergefegt und hat mir  schlaflose Nächte bereitet ob der Vorstellung, demnächst zur Gattung „Obdachloser“ zu gehören.

Zur Feier des Tages – Großauftrag vergeben, Wohnung in trockenen Tüchern sowie die erfolgreiche Installation des Plotters sowie anderer Geräte an unserer Steuersäule von letztem WE – werden wir heute den Tag mit einem netten Essen und einem Besuch in unserer Stammkneipe „alte Schleuse“ beenden.

Gerade dachte ich noch, gar keine Bilder heute, die ich einstellen könnte, da fiel es mir siedendheiß ein. Hatte ich doch gestern Abend bereits Fotos gemacht, die ich jetzt einstellen werden mit einem dicken fetten Dankeschön an meine Mama, die ganz viel Zeit dafür geopfert hat, meine extra für unseren Salontisch zugeschnittene Wachstuchdecke mit Schrägband einzufassen. Die Idee hatte ich von Heide (Sy Bari Luis) übernommen, die mit dem gleichen Schiff wie unser 2wishes bereits im Mittelmeer unterwegs sind. Ich weiß, ich weiß… Wachstuch – Pfui ! Nicht hübsch, aber eben praktisch für unterwegs, wenn keine Waschmaschine und kein Bügelbrett an Bord ist. Und irgendwie muss das schöne Mahagoniholz die nächsten 5-7 Jahre geschütz werden.

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D a n k e M a m a !

Leider meinte meine Mama, so einen Mist bräuchte ich nicht noch mal anschleppen! *dumm guck* schließlich hab ich das Material für eine größere Decke (ausgeklappter Tisch) schon zu Hause. Da ist jetzt guter Rat teuer.

 

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3 Antworten zu 30.08.14 – Ereignisreicher Samstag

  1. renate sagt:

    Na, du nimmst mich ja sonst auch nicht sooo ernst…
    bring die Decke mal mit
    Dank dem Bild kann ich mir den Gebrauch auch besser vorstellen.
    irgendwann werde ich auch den Kahn mal sehen. (das Schiff-Entschuldigung Frank)
    Ich muß oft lachen, wenn ich eure ,,Wochenendarbeiten“ nachlese.

  2. renate sagt:

    Kann man die Decke nicht auch zum runterhängen machen ?
    und denke an den Kissenstoff

    • Anne sagt:

      Das wollt ich hören *lach* – nun, aber erst muss Schrägband besorgt werden und Karstadt im Limbecker Platz eröffnet erst im Oktober seine Kurzwarenabteilung. Macht nix, der Winter ist ja lang. Und die Ecken rund um den Mast brauchen auch wirklich nicht soooo akurat sein 🙂

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