Segelwochenende mit Besuch

Die Hasentochter war zwar schon mal kurz mit an Bord, als sie uns nach der Überführung der Hakuna Matata in Holland abholte, aber da  war die Zeit sehr knapp und der Wind schwach.

 

Und so wollten wir ihr eigentlich dieses Wochenende zeigen, was denn richtiges Segeln eigentlich heißt.

Der Wetter- und Windbericht für Samstag kündigte jedoch auch wieder nur Windstärke 2-3 an. Und in der Tat, immer wenn man es nicht gebrauchen kann, behält er recht.

Außerdem möchte in an dieser Stelle auch stolz erwähnen, dass ich (Anne-Häsin) mein erstes Ablegemanöver aus der Box gefahren habe und dabei festgestellt habe: Es hat sich nix geändert, so ein Schiff verhält sich einfach nicht wie ein Auto – Mist auch!

Nach der 10 Wende (wir mussten auch noch kreuzen, da dat bisschen Wind selbstverständlich auch aus der falschen Richtung kam) rüttelte Frank uns aus der Langeweile und meinte, wir könnten die vielen Personen (2) mehr an Bord dazu benutzen, das Anlegen in Schleusen zu üben. Hoch geschreckt aus meiner Lethargie wurde mir (bekannt als Hasen-Mum) sofort wieder flau im Magen und wer die Größe der„Prinses Margriet Schleuse“ in Lemmer kennt, in der neben uns klitzekleinen Sportbooten auch riesige Containerschiffe geschleust werden, wird das verstehen.

Linda wartet auf den nächsten Leineneinsatz

 

 

 

 

 

 

So haben wir eben geübt:

An- und ablegen vor der Schleuse

An- und ablegen in der Schleuse

Anlegen vor dem Cafe (wie witzig) und Kaffee trinken gehen

und dann wieder zurück

An- und ablegen vor der Schleuse und noch mal

An- und ablegen in der Schleuse

Jetzt sind wir schon „Fortgeschrittene“!

Anschließend meinte die Hasentochter, sie hätte jetzt genug Aufregung für einen Tag gehabt!

Chick, chick!

Für Sonntag versprach der Wind- und Wetterzettel im Aushang des Hafens Windstärke 4-5 bei strahlend blauem Himmel, worauf Linda ihre Kleidung der Farbe des Ijsselmeeres und des Himmels anpasste, ohne zu ahnen, welch Arbeit auf sie zukam.

Wenden und Reffen bei Beaufort 5 übersteht eine weiße Hose jedenfalls nicht ohne Flecken – auch das gehört zum Lernprozess!

Nachdem sich meine Tochter nach der ersten Krängung vergewissert hatte, dass das Boot ganz sicher nicht kentert, passte sie ihre Bewegungen professionell den Wellen an und war, wie auch beim Tauchen, in Ihrem „Sternzeichen-Element“ angekommen. Sie ist nämlich ein „Fisch“ und gehört somit eigentlich immer ins oder zumindest in die Nähe von Wasser.

Und Christian ? Hat das Segeln auf seine Weise genossen und bestimmt 3 Folgen “Game of Throne” geschafft in den 2 Tagen – nur wenn er wegen zu starker Krängung von der Bank rutschte, runzelte er kurz die Stirn.

 

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.