März 2015 – Trouble in Holland

oder auch:  N I E  W I E D E R   Maronier Werft !!!!!

Von Montag bis Freitag war Frank ja in Holland, um das Antifouling an unserem Schiffsrumpf zu erneuern (dies verhindert, dass z.B. Muscheln oder Seepocken unseren Rumpf als neues Zuhause erobern und dadurch auf Dauer die Geschwindigkeit des Schiffes verringern).

Als wir im Herbst mit der Maronier Werft einen Winterhallenplatz sowie div. Reparaturarbeiten absprachen, wurde uns zugesichert, dass wir auf jeden Fall im April noch umsonst bei denen am Steg liegen könnten, um erstmal weitere Arbeiten ausführen zu können. Erst, wenn wir im Mai immer noch da wären, würde man noch ein bißchen Geld nachfordern. Super, dachten wir. Damit würden wir bestimmt 400 Euro Liegeplatzgebühren einsparen und der Preis für den Winterhallenplatz relativiert sich dadurch. Und damit fing der Ärger in Holland gleich Montag schon mal an:

Ärger Nr. 1:

Die haben nämlich überhaupt k e i n e n  Liegeplatz für uns, weil die ihre früheren Liegeplätze an eine andere Firma untervermietet haben. Man könnte da vielleicht für 1 oder 2 Tage was für uns organisieren, aber dann…

Ärger Nr. 2:

Radaranbringung!  Hatten wir dort in Auftrag gegeben, da wir keine Möglichkeit sahen, unser selbst gekauftes Radar mittels Nieten am Mast zu befestigen. Es ist ein digitales Radargerät, abgestimmt auf unsere Raymarine-Anlage. Raymarine hat hervorragende eigene Steckerverbindungen – grün an grün, rot an rot – paßt! Das passende Kabel dazu hat uns schlappe 140,00 Euro gekostet, man gönnt sich ja sonst nix. Wie gesagt, an diesem Kabel ist ein Stecker! Den muss man sich aber nicht wie einen normalen haushaltsüblichen Stecker vorstellen, sondern so ein kleines Ding, wie am PC oder Computer oder so. Und was stellt Frank am Montag nach Überprüfung des neu angebrachten Radars fest?  DIE HABEN DOCH GLATT DAS KABEL DURCHGESCHNITTEN BZW. DEN STECKER ABGESCHNITTEN. Auf Franks Nachfrage hieß es, dass würde man immer so machen. Man könnte den Stecker dann später ja wieder  mittels Lüsterklemmen anbringen. So wollten wir das aber nicht haben, schließlich ist eine digitale Leitung hoch empfindlich. Der Schwager vom Chef beruhigte Frank jedoch, man würde eine Lösung finden, man würde sich in Ruhe nochmal zusammen setzen und weitere Maßnahmen wie neues Kabel etc. besprechen. Bis Mittwoch tat sich in der Richtung aber nix und als Frank dann den Chef selber ansprach, war von Lösung finden nicht mehr die Rede. Im Gegenteil! Man würde das eben immer so machen und Frank sollte sich hüten, die Fachkompetenz der Maronier-Werft anzuzweifeln. Diese Radar ist mit 12 Nieten am Mast befestigt worden, das für das Kabel benötigte Loch hätte vielleicht 1 mm weiter ausgefräst werden müssen, um auch den Stecker noch durchführen zu können. Sicher, es hätte eventuell ein bißchen länger gedauert, das Kabel inkl. Stecker durch den Mast geführt zu bekommen, da da ja noch andere Kabel liegen, an denen sich der Stecker verkeilen hätte können (scheinbar haben die noch nie von der berühmten „KATI“ gehört 😉 ).  Aber:  wir haben für die Montage dieses Gerätes über 500 Euro bezahlt, bei einem Stundenlohn von 70,00 Euro (lt. Werft) sind das 7 (in Worten sieben) Arbeitsstunden. Die können einem doch nicht weiß machen, dass die für 12 Nieten 7 Stunden also quasi einen ganzen Arbeitstag gebraucht haben. Und für diesen sauteuren Preis waren die nicht mal in der Lage, das Kabel samt Stecker zu verlegen?

Frank war jedenfalls wohl auf 180 und der Chef der Maronier-Werft drohte ihm mit Bürorauswurf. Wer meinen Frank kennt, weiß, wie besonnen und ruhig er normaler Weise ist.

Ärger Nr. 3:

Obwohl bereits am Montag durch Frank angekündigt war, dass wir noch einen Borddurchlass (Loch unterhalb des Wasserspiegels, daher kann man das nur machen, wenn Schiff an Land) für unsere Seewasserpumpe in der Pantry brauchen, hieß es dann, zur Zeit wären alle Arbeiter ausgelastet. Die Jungs von der Nachbarwerft Zuiderbaan  waren wesentlich flexibler, hätten uns sofort geholfen, durften aber nach Rücksprache nicht dort in der Halle für uns arbeiten. Heißt, das Schiff muss noch mal aus dem Wasser gekrant werden, um den Durchlass zu stellen, was wiederum mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Ärger Nr. 4:

Niemand ansprechbar! Mitarbeiter mundfaul oder völlig abwesend. Im Gegensatz zur Zuiderbaan-Werft, wo ständig 6-7 Mann werklen und ansprechbar für Probleme sind. Selbst der Chef ist mehrmals täglich an Frank vorbei gelaufen, hat aber nicht mal gegrüßt. Als Frank ihn trotzdem mal auf unser nächstes Problem ansprach, dass das Boot ja am Mittwoch zurück ins Wasser gekrant wird, er aber alleine ist und auch das Bugstrahlruder nicht funktionieren wird (Batterien kaputt – siehe weiter unten), ob da ev. jemand mitfahren könnte, um beim Anlegen zu helfen, hieß es erstaunlicher Weise:  ABER HERR WUNSCH, dass ist doch selbstverständlich, das gehört bei uns zum Service und wenn er selber mitkommt. Ha,ha – Service!!! Gut, wir hätten ev. auf diesen Service ? zurückgreifen m ü s s e n, aber inzwischen eine andere Lösung gefunden. Man weiß auch nicht, ob dieser Service weiter gegolten hätte, wenn man mitbekommen hätte, dass wir bei der Nachbarwerft erstmal unterkommen. Mein Bruder hat sich bereit erklärt, Dienstag mit nach Holland zu fahren und beim Anlegen zu helfen. Aber auch er hat keine Erfahrung, kann sicher abdrücken und den ein oder anderen Fender dazwischen halten, aber…. für Mittwoch ist Windstärke 6 angesagt, das wird kein leichtes Ding. Für die Jungs von Zuiderbaan kein Problem, Frank soll kurz vorher anrufen, man würde dann am Steg bereit stehen und beim Anlegen bzw. Leinen annehmen helfen. D a s  i s t  S e r v i c e !!!!

Thema leere Batterien!

Nun, das haben wir selber verbockt! Zwar hatten wir alles ausgeschaltet, was Saft ziehen konnte über den Winter, nur wohl leider vergessen, dass der Solarregler direkt angeschlossen ist. Dumm gelaufen! Batterien dürfen sich nie unter 50 % entladen, zumindestens nicht oft (so hab ich das jedenfalls verstanden). Da der Solarregler aber nun monatelang ständig Saft gezogen hat, sind die Batterien komplett leer und damit kaputt. Das ist jetzt nicht weiter schlimm, da wir sowieso im April Größere und Neuere einbauen lassen wollten, haben aber nun das Problem, dass das Bugstrahlruder nicht funktionieren wird und bei Windstärke 6 ist unser Kahn ohne sehr schwer zu steuern. Auch vereinfacht es das Leben an Bord über Ostern nicht gerade und bis die Neuen geliefert und passend eingebaut sind, da vergehen ein paar Tage. Kein Problem für die Jungs von Zuiderbaan, die hätten bestimmt ´ne Gebrauchte irgendwo in der Ecke stehen, die sie erstmal anschließen könnten. Wenn Zuiderbaan das alles hält, was sie versprechen, dann bekommen die nochmal einen extra dicken Eintrag mit einem fetten Lob von uns.

Jetzt hoffen wir erstmal, dass am Mittwoch das Kranen klappt und nicht wegen zuviel Wind ausfällt. (Ab Windstärke 7 wird nicht gekrant und da könnte dann nicht mal die …Werft was dafür 😉 )

Nachtrag: Im nachhin mußten wir dann noch feststellen, das unsere neue Masteinheit (Windmesses und Windrichtungsanzeiger etc.) nicht mehr an Bord war – spurlos verschwunden! Kostenpunkt schlappe 500 Euro!  Und nur die Maronierwerft hatte einen Schlüssel für unser Boot! Das stimmt nachdenklich. Auf unsere Nachfrage, ob das Teil eventuell irgendwo bei denen liegt kam leider n i e  eine Antwort. DANKE!

Hier noch ein paar Bilder von Franks sonstigem Wochenwerk und unsere 2wishes mit neuem „Unterbodenschutz“ (sach ich immer 😉  )

 

V o r h e r

V o r h e r

 

 

 

 

 

1. Anstrich

1. Anstrich

 

 

 

 

 

F e r t i g :-)

F e r t i g 🙂

sam_0862

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