02.04.2015 – Was für ein Abenteuer…

schreibt mir 1 Tag später mein Bruder über Whatsapp!!!!

ABENTEUER???  Nun gut, vielleicht für ihn! Für Frank war es mehr ein Horrortrip!

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Nachdem das Kranen wegen Starkwind am Mittwoch abgesagt worden war, waren wir froh, am Donnerstag dazwischen zu rutschen und die 2wishes zurück ins Wasser zu bekommen. Immer noch gab es jedoch 5-6 Windstärken und so waren wir froh, dass die Zuiderbaan-Werft ihr Versprechen hielt und uns mit einer gebrauchten Batterie für das Bugstrahlruder aushilf. Gegen Mittag stand der Mast, der Motor sprang ohne Probleme an und lief sich mehrere Minuten warm, bevor die Leinen gelöst wurden und es ab zur Zuiderbaan-Werft gehen sollte. Kaum jedoch war Frank rückwärts aus der Box raus und hatte eingelenkt, da ging der Motor aus und sprang auch nicht mehr an. Will man sich so was vorstellen: Windstärke 6, im engen Fahrkanal, links Böschung, rechts Boote an Stegen oder in Boxen und ein Schiff, das nicht zu steuern ist, sondern vom Wind weg gedrückt wird.  Nein, das ist kein Abenteuer! Jedenfalls ist man volles Pfund mit dem Bug auf einen Steg gedonnert. Gott sei Dank war es ein Schwimmsteg, der nachgab, so dass der Schaden am Schiff nicht so arg ist. Aber da konnte man nicht bleiben, also noch mal Motor gestartet und tatsächlich sprang er an. Ein paar Minuten gewartet und dann neuer Versuch! Kaum abgelegt, Motor wieder aus! Der Wind drückte die 2wishes seitlich an einen Steg und während mein Bruder versuchte, das Schiff mittels Leine zum Stoppen zu bekommen, starrten 4 Mädels von einem Charterschiff nur staunend zu, anstatt sich mal einer unserer Leinen zu bemächtigen, wie es eigentlich üblich ist. 20 cm haben gefehlt zum davor liegenden Schiff. Gut, unserem stabilen Anker wäre nix passiert, aber das Charterschiff wäre erstmal nicht weiter zum Einsatz gekommen.

Frank hat mich wohl kurz danach auf der Arbeit angerufen, stand aber sooo unter Schock, dass er gar nicht reden konnte und nur rum gestottert hat. So hab ich ihn noch nie erlebt. Ich mußte dann meinen Buder anrufen, um zu erfahren, was eigentlich passiert ist.

Gut, von der Werft kam sofort ein Mitarbeiter und klärte die Ursache. Der Hauptbenzinhahn, der sich hinter unserem Bett befindet, war zu. Ja, wir wissen, das es ihn gibt und wo er sich befindet, haben ihm aber nie Beachtung geschenkt. Als die Jungs von der Werft am Motor gearbeitet haben, hatte diese den geschlossen. Jetzt ist die Frage: Hätten die den wieder öffnen müssen oder hätten sie uns wenigstens darauf aufmerksam machen müssen, da er geschlossen ist? Oder ist es unsere Pflicht als Eigner und Skipper, diesen Hahn vor der 1. Fahrt zu prüfen ? Wir wissen es nicht, wahrscheinlich aber Letzteres,  ziehen wir uns den Schuh selber an und sind sicher, dass uns das so n i e  wieder passieren wird.-

Der Rest war easy – Motor an, ablegen und unter laufendem Motor längsseits am Steg wieder festmachen! Und dann:  Tief durchatmen und gelöst lachen!

Aber ihr werdet es nicht glauben:  Jetzt ging der Motor nicht mehr a u s !!!!! Ein Mitarbeiter von Zuiderbaan war sofort zu Stelle und prüfte 1/2 Stunde alle Kabel und Verbindungen. Vermutet wird jetzt ein Wackelkontakt. Genaue Fehlerdiagnose jedoch noch unbekannt. Es gibt jedoch im Motorraum einen Notausschalter, der funktioniert sogar 😉 , jedenfalls bekommt man damit den Motor aus. Und ehrlich, uns ist lieber, der Motor geht nicht mehr aus anstatt „er geht aus“ bei der Fahrt! 😉

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