Cayo Largo – Versorgungslage

Im Vorfeld hatte man schlimme Sachen gehört/gelesen über die Möglichkeiten, hier Lebensmittel, Eier und frisches Gemüse einzukaufen.  So sind unsere Bilgen voll bis oben hin und der Kühlschrank voller Speck, mit dem ich allerlei zaubern kann.

Der kleine Supermarkt ist gut versteckt und von weitem nicht als solcher erkennbar. Drinnen findet man ein gut sortiertes Regal voller Schnaps. Es gibt alles und dann auch noch preiswert. 2 weitere Regale sind voller Wein zwischen 6-14 Euro und es gibt eine ganze Palette mit Bier – also in der Beziehung muss hier keiner darben.  Ein Glas Marmelade allerdings kostet soviel wie der preiswerteste Wein, es gibt riesige Dosen mit Linsen oder Mai, da muss selbst eine 8-köpfige Chartercrew 3 Tage lang von essen.

Gut, die Frischeabteilung ist weniger gut ausgestattet. In der Kühlung liegt ein großer Batzen mit ???, wahrscheinlich Margarine oder so – muss man sich was von abstechen lassen wohl 😉 . Es gibt Tomaten, Kartoffeln und Eier, bei meinem 2. Besuch dort sogar auch ordentliche Gurken, Paprika und Weißkohl.  Fleisch ist nicht zu sehen, aber als ich an der Kasse danach frage, wird mir Beef, Pork oder Chicken completto aus einer Tiefkühltruhe angeboten. Ich wähle ein Huhn completto und kann uns somit 2 Tage lang versorgen.

In der Marinabar gibt es eine übersichtliche Speisekarte.   Chicken oder Pork mit Pommes und Reis an einer Tomatengarnitur (2 Scheiben 😉 ) für 3 Euro. Pizza gibt es auch für diesen Preis, Fisch und Shrimps kann man auch bestellen, allerdings etwas teurer.  Kulinarisch äußerst fantasielos, doch lohnt es sich glatt, das ein oder andere Mal das Kochen einzustellen J

Also Fazit: Verhungern muss hier keiner, selbst mit einem Low-Budget nicht

 

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Cayo Largo: Gasflaschenfüllung

Alle 6 Wochen wieder….

Das gleiche elendige Thema – die eine Gasflasche ist leer, die Zweite und Letzte wird angeschlossen und ab dem Zeitraum beginnt die Sorge, wo und wie bekommen wir unsere europäische Flasche gefüllt. So geschehen in Cayman Brac, keine Insel, die auf solche Probleme eingerichtet ist. Und Kuba? Wer weiß…  Das Grauen beginnt!  Wir fangen jedenfalls an, Gas zu sparen. Brot wird nicht mehr gebacken, wir steigen um auf weißes Pappbrot, welches uns nach 1 ½ Woche natürlich wieder zum Halse raus hängt.  Sollten wir in Kuba kein Gas bekommen, würde sich ärgerlicherweise unser Aufenthalt auf knappe 4 Wochen verkürzen. Und so fragen wir sofort nach Ankunft im Marinabüro nach,  die Dame schüttelt den Kopf. Oh je! Doch bevor wir in tiefe Bestürzung fallen, mischt sich eine weitere Dame auf Spanisch in das Gespräch ein und wir bekommen die Auskunft, um 14.00 Uhr noch mal nachzufragen.

Am Nachmittag dann werden wir an einen kleinen älteren Kubaner übergeben, der uns zum Schiff begleitet. Ein Blick auf unsere Flasche und weg ist er damit. 3 Stunden später bringt er sie gefüllt zurück. Kostenpunkt 10 Euro

So einfach und preiswert haben wir noch nie eine Füllung bekommen  J

Kuba – wir können bleiben!!!!   Und am nächsten Tag wurde sofort wieder anständiges Brot gebacken 😉

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Cayo Largo : It´s a dream

O h n e  W o r t e :

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Ankunft und Einklarierung in Cayo Largo (Kuba)

12 Seemeilen vor Kuba soll man sich bei der Guarda Frontera über Funk melden. Nun, den Zeitpunkt verschlafe ich 😯 , denn unser Schiff ist in den letzten Stunden immer schneller geworden und so werde ich erst 5-6 Seemeilen vor der Küste wach.  Aber Sorgen mache ich mir nicht, denn meist hat man gehört und gelesen, dass sich die Guarda Frontera eh nicht meldet. So auch in unserem Fall, als ich mich noch etwas verschlafen schnell ans Funkgerät setze. Wer sich jedoch meldet, ist die Marina Cayo Largo, so dass wir unsere Ankunft schon mal ankündigen können.  5 Seemeilen noch – also 1 Stunde:  jetzt aber schnell, es ist noch einiges zu tun. z.B. Schiff aufräumen, denn es ist zu befürchten, dass mal wieder mehrere Männer ein Blick in die Kabinen werfen. Also Betten gemacht, die Küche vom durch die Wellen entstandenen Chaos bereinigt und den Salon nett hergerichtet. Alles Sachen, die ich normalerweise erst nach dem Anlegen mache. Anschließend verstecke ich mein sämtliches frisches Gemüse, welches man nämlich nach Kuba nicht einführen darf. Da es aber hier auch nix zu kaufen gibt, was bleibt einem dann übrig? Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten, Gurken, Weißkohl, Eier finden einen Platz zwischen Kochtöpfen, T-Shirts und einer versteckten Bilge unter dem Schlafzimmerteppich.

Es bleibt gerade noch Zeit, die Fender auszubringen und die Festmacherleinen bereit zu legen, dann laufen wir auch schon in den hinteren gut betonten und auch für unseren 2,05 Tiefgang  (gut, normaler weise nur 1,95 – aber mit dem ganzen Bier in der Vorkabine 😉  ) ausreichend tiefen Kanal ein, der zur Marina führt. Dort werden wir jedoch nicht von hilfreichen Dockhandjungs erwartet, die beim Anlegen helfen, sondern bereits von den Custom- und Immigrationoffizieren  🙄  .  Kaum festgemacht, drückt man uns 4 Formulare zum Ausfüllen in die Hand und 5 Minuten später ist bereits eine Ärztin an Bord, die wiederum ein Formular ausfüllt und Fieber misst. Wir werden für gesund erklärt J und die anderen Offiziere trauen sich an Bord. Mit dem Einen füllen wir weiter Formulare aus, während der 2. unser Schiff inspiziert. Aus dem Augenwinkel beobachte ich ihn von oben und der Schreck fährt mir in die Glieder, als er unseren Salonteppich anhebt und darunter schaut. Was mag er dort gesucht haben? Ich denke derweil an meine versteckte Bilge im Schlafzimmer und hoffe nur noch, dass er dies dort nicht wiederholt. Aber er wirft nur einen Blick in unsere Kleiderschränke und kommt anschließend zufrieden wieder hoch. Überstanden, denke ich *Schweiß wisch weg*.  Kostenpunkt:  55 CUC (ca. 50 Euro) für die Einklarierung und 75,00 CUC pro Person für das Visum (leider hatten wir es versäumt, uns rechtzeitig von einem kubanischen Konsulat ein Visum für 15-20 Euro zu besorgen – wir ham´s ja :mrgreen:  )

15 Minuten später erscheinen 2 weitere Herren, wie sich heraus stellt, sind die nun von der „Gemüse-Inspektion“ 😉 – wir werden nach frischem Obst, Gemüse und Eiern gefragt. Alibimäßig gebe ich bekannt, tatsächlich 3 Eier und 4 Kartoffeln eingeführt zu haben. Mein Kühlschrank wird inspiziert und mein Knoblauch (Made in China????) gefunden. Ups! Man will meine Bohnen und meinen Reis sehen. Dieses wird auf Tiere untersucht. Auch hier, Schwein gehabt, nix krabbelt (ausnahmsweise 😉  ) – Eigentlich wird all das Frische jetzt eingepackt, verplomt  und uns erst wieder bei der Ausreise übergeben, aber man will nicht so sein, schließlich gibt es ja nicht viel zu kaufen hier und wir wollen ja schließlich 20 Tage bleiben usw. Der Spaß kostet uns noch mal 20 Euro – Schwarz- bzw. Trinkgeld nehme ich mal an 😉  .

Wir haben fertig!  Und dürfen erst mal für 30 Tage in Kuba bleiben. Von Bord gehen wir heute nicht mehr, wir genießen endlich ein Anlegebierchen und um 20.00 Uhr ist diesmal Schlafenszeit für uns.

Am nächsten Tag machen wir uns erst mal flüssig. Einen ATM gibt es hier nicht, aber entgegen anders lautenden Aussagen bekommt man hier nicht nur für Bares die kubanische Touristenwährung CUC, sondern auch mittels Visakarte und Paß in der Bank.  Nicht ganz so schnell wie am Automaten, aber man will ja nicht meckern 😉 . Auf diversen Quittungen werden div. Daten notiert, 2 x mal muss ich was (?) unterschreiben und anschließend wird eine weitere Dame zwecks Kontrolle dazu gerufen, dann endlich 15 Minuten später haben wir 518 CUC in der Tasche und unsere Bargeldreserven gespart. Heute wollen noch einen Tag bzw. eine weitere Nacht in Ruhe in der Marina bleiben und erst morgen den ersten Ankerplatz aufsuchen. Bis dahin testen wir die ansässige Bar, wo wir versuchen,  die Strapazen der Überfahrt mittels Moijtos und preiswertem Essen zu vergessen 😉

Ein bißchen wundern wir uns op unserer Nachbarn…. Allesamt Franzosen ???? Auch die Charterschiffe laufen unter französischer Flagge.  Da ist es recht schwer ins Gespräch zu kommen, zumal nur jede 3. franz. Crew überhaupt freiwillig grüßt 👿

Und morgen geht es raus zum Ankern ….

 

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Von Cayman Brac nach Cayo Largo (Kuba)

Um 24.00 Uhr lösen wir die Leinen von der Mooring und die ersten Stunden fahren wir unter Motor gegen an, um später dann einen besseren Winkel zum Am-Wind- bzw. Hart-am-Wind-Segeln zu bekommen.  Die Rechnung geht auf, die Windvorhersage stimmt diesmal und bereits gegen 4.00 Uhr können wir die Segel setzen und den Motor schonen. Recht schnell wird aber auch klar, Cienfuenges ist so nicht erreichbar. Selbst der Kurs Richtung Cayo Largo ist Hart-am-Wind mit einer Gegenströmung von über 2 Knoten. Heißt also, obwohl wir ausreichend Wind haben, kommen wir meist nur mit 2,5 – 3 Knoten voran. Der Strom versetzt uns zudem auch westwärts und ohne zwischendurch ein paar Stunden unter Motor hart nach Nord-Ost zu fahren, würden wir Kuba glatt verfehlen und in Mexiko  ankommen 😉

Ein Hart-am-Wind-Kurs ist ungemütlich (Wind schräg von vorne), die Segel knallen, der Wind ist ungeheuer laut. Die 2wishes knallt in die von vorne kommenden Wellen komplett mit dem Bug ein, manch eine Welle findet sogar über unsere Sprayhood den Weg ins Cockpit.  Und wiedermal wissen wir: w i r  sind Ankerlieger!!!  Unser Segelspaß beschränkt sich auf Segeletappen bis um 30 Seemeilen , also einem bequemen Tagestörn, vorzugsweise mit Wind von hinten J. Bei einer Geschwindigkeit von 2,5 Knoten, so rechnet der Skipper aus, brauchen wir eine Nacht länger und kämen erst am Samstag an. Seine Laune ist auf dem Tiefpunkt. Den Sekt, den wir anlässlich unseres  4. Hochzeitstages eigentlich trinken sollten, bleibt in der Bagskiste.  In meiner Freiwache zwischen 8 und 12 kann ich nicht schlafen und auch in meiner Wache zwischen 12 und 4 kann ich keine Nickerchen machen, denn ich werde nicht alle halbe Stunde vom Handyalarm geweckt, sondern vom Eimeralarm. So schlimm war es noch nie, jetzt noch Tabletten zu schlucken, wäre völlig umsonst. Aber es soll Pflaster geben dagegen und da werde ich mich demnächst mal schlau machen drüber.

Das Positive der Nacht: der Wind frischt auch über 30 Knoten auf und selbst gerefft laufen wir jetzt 5-6 Knoten – große Erleichterung – erwartete Ankunftzeit Donnertag 14.00 Uhr J – Ich bin soooo müde…

 

 

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14 Tage Cayman Brac

Was macht man 14 Tage vor Cayman Brac ? Ehrlich gesagt, ich weiß es auch nicht! Wo ist die Zeit bloß wieder hin? Seit über einer Woche kein neuer Blogeintrag…              Schreibblokade ?   JA!  Und außerdem passiert nicht viel, über das man berichten könnte. Aber das Wasser… ist und bleibt traumhaft klar

9 m ist hier die Wassertiefe und man kann den Grund sehen 🙂

 

 

 

 

 

Von der holländischen Maximo bekamen wir den Tipp, wo sich hier auf West End eine öffentliche Waschmaschine versteckt. (Vom Supermarktparkplatz um die Ecke Richtung Likörshop gehen, in der 1. Etage sind Apartments über einen Treppenaufgang zu erreichen und unter diesem Aufgang ist hinter der Tür eine Waschmaschine samt Trockner – 8 x 25 Centstücke kann man sich im Supermarkt wechseln lassen) – Da unser Wäscheberg inzwischen ordentlich angewachsen war, waren wir mit dieser Aktion schon mal 2 Tage beschäftigt.

Dann haben wir „Mooringleine schnappen“ geübt, indem wir öfter mal gewechselt haben. Entweder eines neuen Tauchplatzes wegen oder weil wir uns näher an Land verlegt haben in der Hoffnung, dort ruhiger zu liegen.  Für die ersten beiden Versuche haben wir noch 5 Anläufe gebraucht bei der Strömung und dem Wellengang hier. Die im Wasser liegende Mooringleine, die eigentlich keine Leine, sondern ein dickes schweres mit Muscheln besetztes Tau ist, mit dem kleinen Bootshaken angeln, hochhieven, mit der Hand zugreifen, Bootshaken so weg legen, dass er nicht über Bord geht, das richtige Ende der Festmacherleine durch die Öse führen und an der Klampe befestigen – und das alles binnen 10 Sekunden, dann nämlich ist das Boot schon wieder weggetrieben von der Boje 👿 – keine einfache Angelegenheit für Leute mit kurzen Armen. Dann jedoch habe ich ein Tauchboot dabei beobachtet, wie die die Sache handhaben – es machte Gong in meinem Kopf – da gab es doch mal vor langer langer Zeit (so ca. 1 Jahr 😉 ) den Tipp von einem Leser, wie man es einfacher machen kann und siehe da, ich kann nicht gut werfen, aber meist klappt es beim 2. Anlauf. Man muß einfach eine Leine über die Boje werfen und die dann sofort an der Klampe befestigen. Nun kann das Schiff nicht mehr wegtreiben und das Beste ist: der Skipper kann das Ruder loslassen und mit seinen längeren Armen die Mooringleine angeln, während ich dann in Ruhe die Festmacherleine durchfädeln kann. So schön entspannt kann eine solche Aktion laufen 🙂  da macht Mooringwechsel schon richtig Spaß

2 Tage hat Frank gebraucht, um unser Unterwasserschiff zu säubern.

Man sieht also, es ist wirklich nichts groß passiert, über das man berichten könnte.

Unser Strand bei West End

2  Tage sind wir gar nicht von Bord gekommen, da die Welle zu hoch war. Das hatte außerdem zur Folge, dass wir 2 Nächte kaum geschlafen haben, da die 2wishes wie ein Punchingball im Wasser lag. In der 2. Nacht kamen noch 25 Knoten Wind dazu, so dass wir abwechselnd ein paar Stunden Mooringwache geschoben haben bis der Wind nach ließ.

Seit gestern jedoch ist Ruhe eingekehrt, nach fast 14 Tagen liegen wir zum ersten Mal wieder ganz ruhig ohne große Schiffsbewegungen. So könnte man es hier glatt noch länger aushalten, aber der nächste Starkwind naht und diesmal nicht nur für 3-4 Stunden, sondern für 1 1/2 Tage – und das möchten wir nicht hier an dieser völlig ungeschützen Küste aussitzen müssen. Blöd nur, dass eben jetzt gerade so gar kein Wind da ist auf der kompletten Strecke nach Kuba. 36 Stunden motoren – nein Danke! Ab Mittwoch frischt der Wind wieder auf und bevor er am Donnerstag zu stark wird, werden wir in der Nacht zum Mittwoch um 1 Uhr die Leinen lösen. Unser eigentlich geplantes Ziel „Cienfuengos“ werden wir aber wohl nicht erreichen können, der Wind dreht auf Nord, also hätten wir ihn genau von vorn – ganz ganz ungünstig fürs Segeln 👿 und so werden wir wohl doch erst die vorgelagerte Inselgruppe Cayo Largo ansteuern. Und dann sehen wir mal weiter…

Der in der kommunistischen DDR aufgewachsene Skipper freut sich jedenfalls wie Bolle auf Kuba 🙄 – aber ich hab mich durchgesetzt und hoffe, auch er wird Positives dort finden

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National Margarita Day

Schon mal von gehört? Es gibt ihn tatsächlich 🙂 zumindest in den Vereinigten Staaten. Diese Ami´s !!! Ich persönlich hätte nix dagegen, diesen Tag auch in Deutschland einzuführen so wie  sich die Brakken dem netterweise wohl auch angeschlossen haben.

Die einzige Bar hier auf der Insel, der gleichzeitig auch eine kleine Pizzeria angeschlossen ist,  macht immer erst um 17.00 Uhr auf. Die Bar ist klimatisiert und nur dämmerich beleuchtet. Sobald man sie betreten hat, hat man binnen Sekunden vergessen, dass es draußen noch taghell ist und die Temperaturen bei 30 Grad liegen.

Es ist Freitag Abend – 17.30 Uhr ! Wir betreten die Bar zum ersten Mal und ach Gott, 0,5 % der Einwohner von Cayman Brac sitzen schon an der Theke 😉 . Die Theke ist 3-flügelig und riesig, wir ergattern noch 2 Plätze, bevor kurze Zeit später bereits 1 % der Brakken die Thekenplätze belegen. Es sind keine Touristen, man erkennt die Einheimischen. Es gibt verschiedene Grüppchen, jedoch kennt jeder jeden. Die Musik ist gut, später spielt noch eine Lifeband, Pizza, Hamburger und Bier sind eigentlich günstig und auch lecker. Es gibt zwar auch Cocktails auf der Karte, allerdings ohne Preisangaben. Das läßt mich vorsichtig beim Bierchen verbleiben und während noch mehr Brakken die Bar bevölkern, wundere ich mich, wieviele Margaritas über die Theke gehen. Neidvoll guck ! Haben die sich alle abgesprochen? Ist es Mode, dass hier alle Margaritas trinken? Weitere Einwohner strömen rein, die Margaritagläser werden knapp, der Platz in der Bar auch. Feiern können die Brakken 🙂 Da fällt mein Blick auf eine Tafel mit dem Spezial-Angebot des Tages: „National Margarita Day“ steht drauf und mein träges Seglerhirn schaltet endlich. Ein Blick ins kostenfreie Wifi – tatsächlich – so einen Tag gibt es tatsächlich und zwar immer am 22. Februar 🙂 – Jetzt will ich aber auch einen, ich bin spät dran, der Meine wird in einem Pilsglas serviert 🙂 , die passenden Gläser sind endgültig alle, schmeckt aber trotzdem super lecker. Für 5,50 Euro war da auch noch ordentlich Tequilla drin, so dass ich aufgrund meines späten Schaltens nur einen Einzigen hatte und somit gerade noch ins Dinghi zurück fand, ohne noch ein Bad zu nehmen 🙂

Schade, das nicht öfter National Margarita Day ist – gegen einen National Mojito Day hätte ich auch nix 😉 …………  ups…. gerade mal das Netz gefragt, es gibt ihn tatsächlich, den National Mojito Day und zwar immer am 11.Juli ! Das Datum merk ich mir 🙂

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Cayman Brac

Cayman Brac hat ca. 1850 Einwohner, ich schätze mal, dazu kommen noch ungefähr 100 Touristen. Es gibt 2 Supermärkte, 3-4 Restaurants, 2 Schnapsläden, 1 Bank, 1 ATM, 1 Bar und 1 Flughafen. Ach ja, und  mindestens 2 Kirchen sowie 2 Friedhöfe. Ankern ist hier nicht erlaubt, dafür gibt es jedoch vor  Stake Bay und West End ausreichend kostenlose Moorings für Tauchboote und Segelschiffe. Ebenso gibt es an diesen beiden Bays gute Anlegemöglichheiten fürs Dinghi.

Da diese gleichzeitig auch Einstiegsmöglichkeiten von Land aus für Taucher und Schnorchler haben, waren die Brakken (so nennt man die Einwohner hier) so freundlich, dort Wasch- und Toilettengebäude zur Verfügung zu stellen. Richtig komportabel mit gefülltem Seifen- und Papierhandtuchspender, Spiegel und Außendusche. Da freut sich der Segler ohne Wassermacher.

Überraschend günstig sind die Lebensmittelpreise. Da hatte ich von den Cayman´s mehr erwartet 😉 Man bekommt fast alles (außer Camembert und lecker Wurst natürlich) und zu den normalen teuren Karibikpreisen. Fleisch ist preiswert, Obst und Gemüse teuer.

Was es nicht gibt sind Taxis und Nachverkehr wie Busse z.B. – ohne Auto ist der gebürtige Brakke aufgeschmissen und der Segler kommt somit nur mittels Boot die Küste lang. Quer rüber geht auch zu Fuß, da die Insel ja nur 2 km breit ist.  So sieht die gegenüber liegende südliche Küste aus. Ein Träumchen, nicht wahr.

Aber der Blick täuscht, am vorgelagerten Riff brechen die Wellen so stark, da ist für einen Schwimmer kein Durchkommen und davor ist das Wasser nur knöchelhoch. und sieht so aus. Trotzdem liegen hier viele Bungalows, die man mieten könnte, die aber zum größten Teil leer stehen. Das Wasser ist super klar und läd zum Tauchen und Schnorcheln ein. Bei unserem 1. Tauchgang haben wir zum ersten Mal 2 richtig große (teure 😉 ) Lobster gesehen. Sogar beim Schnorcheln zogen 1 m große Fische  an uns vorbei.

Was es hier noch gibt, ist S C H W E L L – und der ist leider nicht ohne. Eine ruhige geschützte Bucht gibt es nicht, das Schiff ist ständig in Bewegung, mal wenig, mal heftig.

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Cayman Brac – Einklarierung und erste Eindrücke

Diese kleine Schwesterinsel von Cayman Island ist bekannt für seine Steilküste, aber trotzdem haben wir uns verwundert angeschaut bei der Annäherung aus Süd. Sieht sie aus der Entfernung doch wie ein Schokoladenriegel aus. 19 km lang, 2 km breit und oben platt wie eine Flunder. Hier soll man ankern können? Nun, hoffentlich sieht die Nordseite ankerfreundlicher aus…

Die Nordküste – Angst vor zuviel Nähe zum Nachbarn brauchen die hier nicht zu haben 😉

Kaum haben wir das östliche Kap umrundet, werden wir bereits von der Port Authority angefunkt. Wer wir sind und ob wir einklarieren wollen? Wir geben kund, dass wir genau das wollen und werden als erstes schon mal herzlichst willkommen geheißen 🙂 Man fragt noch ein paar Sachen ab wie letzter Hafen und wieviele Personen und leitet uns weiter an die Port Security, die sich ein paar Minuten später über Funk melden. Auch von denen zuerst einmal ein „Willkommen“, ein paar Fragen und dann leitet an uns an den Einklarierungsmooringball. Alles in einem klaren Englisch mit viel Unterstützung, wenn ich das ein oder andere Wort mal wieder nicht verstehe bzw. übersetzen kann. Wir werden gefragt, ob wir ein Dinghi haben und die Offiziellen vom Custom und Immigration, die sich vorab mit uns über Funk in Verbindung setzen werden, vom gegenüberliegenden Anlegedock abholen können. Wir machen also schnell unser Dinghi startklar und ich husche noch kurz aufräumend durchs Schiff in Erwartung, das gleich wieder 4-6 Mann unser Schiff inspizieren. Da meldet sich auch schon der Offizier vom Custom, kündigt sich für in ein paar Minuten an und wir sollen mit all unseren Papieren zum Dock kommen. Aha!? Kommt doch keiner an Bord? Und wie wird das mit der Moskitokontrolle, die bei Noonsite angekündigt wird?  So setzen wir also über und werden vom Customoffizier als erstes Mal lachend in „Deutsch“ begrüßt. Er ist nämlich in Deutschland geboren, in den 50er Jahren wohl nach Kanada ausgewandert und lebt nun seit 30 Jahren hier auf „Brac“. Durch häufige Besuche in Deutschland spricht er sogar ein wenig Deutsch. Es gibt einen überdachten schattigen Unterstand am Dock, wo wir an einem Tisch unglaublich freundlich zusammen ein einziges Formular ausfüllen  🙂 Toll! Zwischenzeitlich ist auch der Offizier von der Immigration eingetroffen, auch für ihn müssen wir nur ein kleines Visaformular, wie man es im Flugzeug oft ausfüllen muss, ausfüllen, Stempel in Pass – fertig ist die Einklarierung! Wenn wir Cayman Brac verlassen, sollen wir uns kurz über Funk melden, dann würde man ein Treffpunkt ausmachen.

Was für ein Unterschied zu dem aufwendigen ständigen Hin- und Her auf Jamaica 🙂

Wunderschön ist das Wasser hier – es ist nicht türkisfarben, sondern strahlend blau. Wir liegen auf 7 m und können den Grund sehen. Es läd förmlich zum Schwimmen und Tauchen ein.

Wir dürfen über Nacht an dieser nur für die Einklarierung gesetzten Mooring bleiben und werden beim Frühstück gestört von einem *hahaha* Laub- bzw. Staubbläser am Ufer. Laub liegt hier nicht rum, also wird hier sogar der Staub entfernt bzw. die Straße gefegt. Was für ein Unterschied zur Südküste Jamaicas – wir müssen uns umgewöhnen 😉

 

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And the winner is….

Nein, du nicht Barbara…. gelbe Unterwasserfarbe *hahaha*, aber Kürbissuppe wäre treffender gewesen, zumindest die Farbe (orange-gelb) hätte gestimmt , ist es aber nicht.

Und Thorsten, nein, auch du nicht – gezuckerte Kondensmilch ist lecker, gibt es aber überall und ist glaube ich nicht gelb 😉

Elke, dich hab ich ein wenig vermißt 😉

Und zu Sandra, nein, auch Butter ist das nicht, a b e r  mit dem K ä s e lagst du richtig 🙂 – und zwar ist das kein Camembertverschnitt aus Dosen, wie wir ihn aus DE kennen, sondern echter jamaikanischer Schnittkäse. Man kann ihn auch ohne Dose drum rum kaufen 😉  , er ist sehr würzig und hat zu manch Cheddar tatsächlich ordentlich Geschmack. Wir haben für alle Fälle (also falls wir mal wieder in einem Land/Insel sind, wo es nix bzw. keinen Käse zu kaufen gibt) mal 2 Dosen in die Vorratsbilge gepackt. Allerdings nur die kleine Ausführung, es gibt sie nämlich noch als 500 und als 1000 gr. Dose 🙂 und das in rauhen Mengen, wie man hier erkennt 😉

Wenn es klappt und unsere Ausreisepapiere heute nachmittag abholbereit sind, dann werden wir uns morgen auf den Weg zu den Cayman Islands (vorzugsweise Cayman Brac) machen mit einer illegalen Zwischenübernachtung vor Negril.

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