Von Utila nach Livingston in Guatemala

Montag Morgen ganz früh 😉 um 8.00 Uhr sind wir schon aus den Federn (obwohl, wir haben ja keine Federn mehr, nur noch leichte Baumwolllaken) . Wir wollen ausklarieren, die restlichen hondurianischen Kracher ausgeben und gegen Mittag Anker auf gehen. So sitzen wir mit einem Kaffee im Cockpit und wundern uns. Wieso ist das heute so ruhig? KEIN Wind, KEIN Schwell, Sonne pur! Schön ist es hier! Sollen wir vielleicht doch bleiben? Eine Stunde überlegen wir hin und her. Doch erst morgen? Aber morgen ist kein Wind mehr angesagt für unterwegs. Jeder möchte eigentlich, das der Andere die Entscheidung trifft.

Um 9.00 Uhr haben wir fertig überlegt und verlassen das Schiff zwecks Ausklarierung. Punkt 13.00 Uhr geht der Anker hoch. Bye, bye Utila! Fast sofort können wir Segel setzen und mit ganz bequemen Wind von hinten und blauem Himmel rauschen wir mit 6-7 Knoten (das ist viel für unser Schiff) gen Guatemala. So schön kann segeln sein. Und vielleicht ist das ja auch unsere letzte Fahrt, dann hatten wir uns genau dieses Segelwetter verdient 🙂 .

Wie angekündigt, schläft der Wind morgens um 6.00 Uhr ein und wir werfen die Maschine an. 13.00 Uhr – der Anker fällt in der von Livingston gegenüber liegenden Bucht „Tres Puntas“, groß und mit 3-4 m relativ flach, aber wunderschön! Wir sind auch nicht alleine, 3-4 Boote sind bereits dort. Entweder sind sie vormittags aus dem Rio Dulce gekommen und warten auf Weiterfahrt oder wollen morgen wie wir bei Hochwasser über die Sandbank zum Einklarieren.

Vielleicht unser letztes Ankern in Salzwasser 😥

Und morgen wirds spannend! Um 11.20 Uhr ist Springflut und über der Sandbank vor Livingston sollen 51 cm mehr Wasser stehen. Und genau die brauchen wir auch, um nicht stecken zu bleiben….

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Bay Islands – Utila – 2. Versuch

Wir sind übrigens wieder komplett 🙂 – relativ pünktlich wurde unser neuer Außenborder nach 1 Woche geliefert. Und da solche Diebstähle in Roatan , so wie wir hörten, sehr oft vorkommen, ist unser Neuer jetzt immer 3-fach gesichert 😉

Auf den Bay Islands bekommt man nur ein 90Tage-Touristen-Visum. Da wir jedoch noch mal nach Utila wollen und nicht gleich in den Rio Dulce in Guatemala, verlängern wir dieses Visa in der Hauptstadt Coxen Hole. Nach 6 Stunden und 40 Dollar weniger dürfen wir weitere 30 Tage bleiben. Aber wo? über Roatan wird in den nächsten Tagen ein heftiger Sturm ziehen. Zwar kommt der Wind aus Ost, aber mit 30-35 Knoten liegt man auch hier in West End nicht sehr angenehm , sondern eher beschis….

Also doch nach Utila und einen 2. Versuch starten. Nun sind wir ja noch immer keine „paranoiden“ Ankerer! Das heißt, wir drehen nicht durch, wenn vor oder neben uns jemand wagt zu ankern, aber durch unsere negativen letzten Erfahrungen hier in Utila mit dem schlechten Ankergrund ist ein starkes Unwohlsein geblieben. Mit Magengrummeln kommen wir an und wir wählen einen Ankerplatz weit draußen in der Bucht. Hier lag damals ein Schiff völlig unberührt von starken Winden und Wellen und das musste einen Grund haben. Und tatsächlich hält der Anker beim 1. Mal, tief tief hat er sich eingegraben. Aber ob er auch dort bleiben wird? 2 Tage haben wir noch ruhiges Wetter, dann erreichen uns die Sturmausläufer mit 25 Knoten aus Ost. Bis 23.30 Uhr halten wir Wache, der Anker hält, der Wind läßt nach und wir können einigermaßen beruhigt schlafen. Tagsüber läßt der Wind nach, aber Nachts hält er immer länger an. Bis morgens klappert und rauscht es! Tiefschlaf geht anders!

Dann erfahren wir, dass die Insel Utila ab letzter Woche ein Ankergeld von 40 Dollar die Woche bzw. 200 Dollar für einen Monat kassiert. WOFüR? Wir (die Segler) würden nur unseren Müll dalassen und kein Geld in die Infrastruktur! Komisch, wir gehen jeden 2. Tag essen, haben diverse Drinks an Land genossen und auch die Supermärkte und Gemüseläden nicht ignoriert! Die Seglergemeinschaft ist in Aufregung, viele laufen Utila gar nicht mehr erst an, andere gehen Anker auf! Gut, wenn man hier anständige Moorings für einen sicheren Halt auslegen würde, okay! Haben wir in Roatan ja auch ohne murren gezahlt. Aber für nix?

Und dann dreht der Wind nächste Woche auch noch auf West. Man liegt jetzt schon nicht ruhig hier, bei West Wind wird die Situation hier noch ungemütlicher und ob der Anker dann noch hält.

Utila ist wirklich ganz nett, gerne wären wir noch 10 Tage länger geblieben, aber so….

Am Mittwoch ist die nächste High Tide (Hochwasser) , die brauchen wir, um über die Sandbank am Eingang zum Rio Dulce zu kommen. So werden wir morgen ausklarieren und uns von den Bay Islands verabschieden. Vielleicht , aber nur vielleicht kommen wir nächstes Jahr wieder..

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Und weg war er….

2 Tage kommen wir wegen schlechtem Wetter nicht von Bord, aber dann endlich wieder blauer Himmel, nix wie an Land…. dazu erforderlich ein Dinghi, vorzugsweise mit Motor, denn Langstreckenpaddeln in unserm Alter macht nicht mehr viel Spaß.

Unser Dinghi samt Motor hängt am Heck der 2wishes , hochgezogen an 2 Davids, wo es mit mehreren Leinen befestigt ist. Wer jetzt gut aufgepaßt hat, der findet den Fehler auf dem nachfolgenden Bild 😉

UND???? Fehler gefunden???

Frank hat in Natura jedenfalls länger gebraucht. Bevor sein Ausruf „ach du Schei..“ kam, hat er erst diverse Leinen gelöst, um unser Dinghi herab lassen zu können und sich dann erst gewundert. Seit 6,5 Jahren ziehen wir jeden Abend unser Dinghi (im Gegensatz zu vielen anderen Seglern) hoch, um einen Diebstahl zu vermeiden. Denn… siehe oben… ohne Dinghi kein Landgang 😥

Wir waren die ganze Zeit an Bord, wir schlafen mit dem Kopf Richtung Dinghi, wie zum Kuckuck haben die es fertig gebracht, völlig geräuschlos das Schloss zu knacken, mit dem der Motor zusätzlich gesichert war, die Benzinleitung zu kappen, von unten die Verschraubung zu lösen und dann u e b e r Kopf einen 30 kg schweren Motor zu demontieren und lautlos zu verschwinden?????????????????????

Nicht nur wir sind fassungslos, auch der herbei gerufende Marine Park Ranger. Meine größte Angst: wo bekomm ich bloß auf dieser kleinen Insel einen neuen Motor her?

Die Tifricat liegt neben uns und ist uns in den nächsten Tagen mit diversen Abholdiensten eine große Hilfe. Mit dem Taxi geht es am nächsten Tag nach French Harbor, dort gibt es das Ministerium de Public, wo unter anderem auch ein Polizeibeamter sitzt, der solche Diebstahlanzeigen aufnimmt. Großes Problem dabei, man kann eine Anzeige nur mit einer spanisch sprechenden Person aufnehmen. Aber woher nehmen? Eigentlich könnten wir auf eine Anzeige verzichten. Niemals wird hier auf der Insel jemand diesen Motor suchen oder finden 😉 , aber wir brauchen eine Aktennummer fuer die Versicherung, denn Gott sei Dank stellen wir fest, dass unser Dinghi samt Motor diebstahlversichert ist. Nach einer Stunde hin und her und diversen sprachlichen Mißverständnissen haben Glück, großes Glück. Eine junge Einheimische möchte ebenso eine Anzeige aufgeben und nimmt sich vorher eine 3/4 Stunde Zeit, um für uns zu übersetzen. Danke, danke, danke!!!!

Eine weitere Stunde später haben wir dann tatsächlich auch einen neuen Motor geordert, da dieser vom Festland kommt, muessen wir uns aber noch ein paar Tage gedulden und weiterhin den Fährdienst der Tifricat in Anspruch nehmen.

Aber… der erste Schock ist überwunden und die Tränen versiegt! Und wenn man an die Situation in der Ukraine denkt, dann war das Jammern und Heulen auf hohem Niveau – sorry dafür!

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Roatan – Gumbalimba Park – nochmal Affen, Papageien U N D ?????

Nicht weit von unserem jetzigen Standort gibt es einen großen Park, wo oben genannte Affen und Papageien freihangelnd bzw. freifliegend bewundert werden können. Nicht ganz preiswert, dafür aber mit Führer und vor allen Dingen mit…. (?)

Und während die Tifricat und die 2wishes bei einem kühlen Bierchen noch überlegen, ob oder nicht, stellt sich heraus, dass Fritz und ich das gleiche Problem haben. Beide haben wir Partner, für die bereits eine Hängebruecke eine Herausforderung ist, wie man hier sehen kann 😉 :

Und somit weder Frank und Gitti jemals in Erwägung ziehen wuerden, sich s o wie von uns erträumt, fort zu bewegen 🙂 🙂 🙂 Auf meiner To-Do-Liste stand dieses Erlebnis schon ganz lange ganz oben und mit Fritz hatte ich endlich einen Partner für eine ZIP-LINE-Tour . Wie ich es gefunden habe? Hört selber 😉

Ich weiß es nicht genau, hatte aufgehört zu zählen, aber die Tour geht ueber ca. 13 Stationen in verschiedenen Längen und Schnelligkeit. Vorweg geht immer ein Guide, der einen am Ende jeder Strecke quasi auffängt und ein Zweiter, der einen an der jeweiligen Start-Plattform richtig einhängt.

Am Ende der Strecke wollte ich nur noch eins: NOCH MAL 🙂

Kommen wir nun zum Parkbesuch! Nach einer botanischen Schulung und dem Besuch eines Insektiariums ??? , also lauter auf Nadeln gespießte Insekten und Schmetterlinge

kommen wir vorbei an den Leguanen in diversen Größen endlich zu den Papageien.

Diese sind tatsächlich freifliegend bzw. scharren am Boden nach was weiß ich? Drehen zwischendurch auch mal eine Runde ueber die Insel und kommen aber brav zurueck

Aber diese 4 aufgereihten Stangensitzer hier…. *lach*

Warten auf Besucher wie wir und Ihren Einsatz: 🙂

Weiter gehts zum Monkey Gelände, auch hier findet man keine Käfige, nur in Bäumen hängende Affen

oder auf uns Kletternde 😉

Auch hier stößt Frank Hose mit den vielen Taschen auf Begeisterung

Ob ich mir Sorgen machen muss wegen seiner Läusesuche? Dabei hatte ich mir doch extra die Haar vorher gewaschen 😉

Und nach der Touristenbespassung darf Affe auch mal erschöpft sein 🙂

Und zum Schluß sogar noch ein säugendes Baby 🙂

Bilder ueber Bilder… ich kann die hier gar nicht alle reinstellen. Der Gumbalimbapark war toll in jeder Hinsicht und nur zu empfehlen. Wir 4 hatten eine Menge Spaß an diesem Tag !!

Ueber meinen Muskelkater am nächsten Tag schweige ich besser 😥

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Back in Roatan

Frustriert und urlaubsreif hätte mein letzter Blogeintrag geklungen! Nun, dem kann ich nicht widersprechen 😉 und um diesen hier zu verfassen, habe ich mir extra fast 10 Tage Zeit gelassen, damit er nicht noch frustrierter rüber kommt.

So werde ich auch versuchen, mich kurz (bzw. kürzer 😉 ) zu fassen. Der neue Winsch-Motor ist also eingebaut, das Wetter beruhigt sich und auch das Wasser ist so klar und ruhig, dass wir unseren Anker beschnorcheln können. Und siehe da…Er sitzt so tief im Sand, dass nur noch ein winziges Stück überhaupt zu sehen ist. So kennen wir ihn , so lieben wir ihn, so beschert er uns seit 6 Jahren ruhige Nächte.

Einen Tag lang erkunden wir das schöne Utila und freuen uns auf die nächsten Wochen. Nachts frischt der Wind mal wieder auf, aber überhaupt nicht bedenklich. Vielleicht waren 16-18 Knoten, also für einen gut eingegrabenen Anker ist das nix und so verbringen wir eine ruhige Nacht! Bis…. ca. 6.00 UIhr morgens. Nun muss man sagen, es hat doch schon Vorteile, wenn man des Nachts den Toilettengang vor dem eigentlichen Aufstehen erledigen muss. So wundert sich Frank nämlich dabei bei einem Blick durchs Fenster, wieso plötzlich ein Kanadier direkt neben uns liegt. Er legt sich also nicht wieder nieder, sondern überprüft die Situation vom Cockpit aus. Das längere Fehlen meines Bettpartners macht mich unruhig und so sitzen wir kurze Zeit später gemeinsam im Cockpit und wundern uns. Sind wir doch trotz des tief eingegrabenen Ankers mehr als 500 m weit gerutscht und liegen nun viel zu knapp vor einem teuren Katamaran. Gut also, dass die Ankerwinsch wieder funktioniert, so ist das Anker aufgehen nicht ganz so anstrengend. Wir sind auch nicht die einzigen, die kreisen und einen neuen Platz suchen. Der Ankergrund hier ist katastrophal! Den ganzen Tag halten wir Ankerwache mittels Augen, diversen Ankeralarm-Apps und der GPS-Position auf unseren Tablet´s. Der Wind beruhigt sich, der Anker hat den ganzen Tag bei 18-22 Knoten gehalten, da wird er doch wohl die Nacht auch weiter halten. Gegen 22.00 Uhr „versuche“ ich zu schlafen, während Frank im Salon erst mal weiter Ankerwache hält.

Um 2.00 Uhr nachts bricht dann die Hölle los. Entgegen dem Wetterbericht haben wir plötzlich nicht nur 25-28 Knoten Wind (was in anderen Ankerbuchten überhaupt kein Problem ist) sondern auch Wellen mit Schaumkronen in der Bucht, weshalb nicht nur wir, sondern alle Schiffe wieder Rodeo reiten(das im letzten Eintrag eingestellte Video war nix dagegen und bei Schaumkronen auf den Wellen haben wir im Ijsselmeer damals nicht mal den Hafen verlassen). Ich sitze im Cockpit und halte den Abstand zu den anderen Schiffen im Auge. Um 3.00 Uhr gibt unser Anker nach und wir driften durchs Ankerfeld. Allein schon bei diesen Bedingungen die Ankerkette einzuholen ist schon eine Herausforderung.

Und dann? Wohin? Neuer Ankerplatz? Die ganze Nacht Ankerwache? Und die nächsten Tage und Nächte auch? Dazu haben wir überhaut keine Lust und denken sehnsuchtsvoll an die sicheren Moorings vor West End in Roatan. Die Windrichtung stimmt, in 4 Stunden könnten wir dort sein und ein ruhiges entspanntes Liegen genießen. Und so verlassen wir diese ungeschutzte Bucht und nehmen Kurs auf Roatan.

Draußen erwarten uns 3m hohe Wellen, nicht schön, aber damit kann man fertig werden. Wenn da nicht noch unser Sonnendach wäre, dass die Fahrt nicht unbeschadet überstehen würde. So klettern wir mit Rettungswesten und Sicherheitsleine auf dem Schiff rum, manche Knoten gehen auf, manche Leinen schneiden wir einfach durch. Geschafft!

2.Akt = das Dinghi! Hängt hinten samt Motor an den Davids, abgesichert mit div. Leinen gegen Ankergeschaukel, aber nicht gegen 3 m Wellen im offenen Meer. Während Frank das Dinghi in der nächsten halben Stunde mit mehreren Spanngurten sichert, klettere ich rauf und runter und nach hinten zwecks Beschaffung diverser Materialen (wie eben Spanngurte 😉 ). Beim letzten Gang habe ich links einen weiteren Spanngurt und rechts m e i n e n EIMER! Nix geht mehr! Aber das Dinghi wackelt nicht mehr und ist gesichert, so können wir den Rest der Fahrt unten im Salon verbringen. Im Warmen !!!! Hahaha!!! Seit 6,5 Jahren liegt bei uns im Salon eine Wolldecke noch aus Holland-Zeiten. Immer schon hab ich gedacht, die mal zu entsorgen. Gut, dass… usw. Ich habe bestimmt ein ganz tolles Bild abgegeben dort im Salon eingewickelt in eine dicke Wolldecke mit Eimer auf dem Schoß 😉

Um 9.00 Uhr erreichen wir Roatan. Das Mooringfeld liegt hinter dem Riff und dort ist es ruhiger, aber eben bei diesem Wetter nicht ruhig. Das Einfangen einer Mooringleine wird noch ein weiterer Spaß, aber erst einmal muessen wir durch die wirklich sehr schmale Riffeinfahrt. Kurz davor legt uns eine dicke Welle quer dazu, aber Frank hat das Schiff im Griff und kurze Zeit später sind wir durch. Die Tifricat schaukelt als einziges Schiff hier auf und ab und verfolgt fasziniert, wie perfekt wir bei diesen Bedingungen schon beim 3. mal die Mooringschlaufe an Bord ziehen können, um die 2wishes sicher daran fest zu machen.

übrigens waren wir wohl nicht die Einzigen mit diesem Entschluß. Eine Stunde später kommt ein weiteres Schiff aus Utila hier an. Sein Mooring-Manöver bekommen wir jedoch nicht mehr mit, wir liegen erschöpft in der Koje und holen Schlaf nach.

Das alles ist jetzt schon 9 Tage her, inzwischen sind wir entspannt und haben mal wieder unsere Wunden fertig geleckt.

Versprechen kann ich euch jedoch, der nächste Bericht wird positiver 😉

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Ankunft Cayos Cochino – Ankunft Utila – Ankunft Murphys Gesetz

Wir kommen gegen 13.00 Uhr dort an und suchen einen vor Westwind geschützteren Ankerplatz , da ja der Wind in 2 Tagen von dort kommen soll. Auf 12 m jedoch bekommen wir den Anker nicht zum Halten. Wir steuern einen weniger tiefen Ankerplatz an, auch wenn der nach Westen so gar nicht geschützt ist. Frank bekommt Schweißausbrüche, weil man den Ankergrund inkl. Korallenblöcke sieht. Der Anker hält auf 6 m wieder nicht! Schei…  Wir steuern auf das Ufer von Cochino Menor (Klein Cochino) zu für einen 3. Versuch (der wahrscheinlich aber sowieso nicht mehr geklappt hätte, siehe weiter unten), da braust das Marine Park Schiff auf uns zu. Auf der Spitze ein Typ mit Maschinenpistole! Dummerweise versteht bzw. spricht der hier zuständige Ranger nicht ein einziges Wort Englisch, was die Kommunikation erheblich erschwert. Alles was wir verstehen ist, dass er uns in die Bucht von Cayo Grande verweist, da Ankern hier im Nationalpark ja eigentlich auch gar nicht erlaubt ist. Wir sind inzwischen eh schon genervt , steuern diese an und machen an der einzigen nicht sehr vertrauenserweckenden Mooring fest. In Ruhe schauen wir uns um und denken beide gleichzeitig, was sollen wir hier? Gut, der Untergrund sieht ganz nett aus, aber die Bucht selber hat so gar keine traumhafte Atmosphäre. Trostlos!

Tja, jeder hat ja andere Vorstellungen und Erwartungen. Unsere jedoch wurden nicht erfüllt! Sorry! Escudo de Veragues oder die Zapatilla Cays zum Beispiel sind unsere Vorstellung von traumhaften Inseln.

Die Cochinos sind aber nur 2 große begrünte Felsen.

Gut, mit ein paar wirklich hübschen kleinen vorgelagerten Inseln (genau die, die man im Internet sieht, wenn man nach den Cayos sucht), die aber für unseren schwachen Dinghimotor viel zu weit weg sind. Von hier aus Cochino Meno zu erreichen , wäre auch viel zu weit. Und ob die Mooring bei den übermorgen zu erwartetenden 20 Knoten direkt auf die Nase hält?????  Da kommt auch schon das Marine Park Boot zum Abkassieren angebraust. Ob es wirklich der Selbe ist, weiß ich nicht genau, aber auch dieser spricht nicht ein Wort englisch. Mich wundert ein bißchen, dass er von uns eine Rechnung von Cochino Meno sehen will. Mit Händen und Füßen und dem Google Translator versuchen wir zu erklären, dass wir soeben erst angekommen sind. Wenn man also vor Cayo Meno bezahlen darf/muss, dann muss man dort doch auch ankern dürfen? Jedenfalls entscheiden wir uns, am nächsten Tag wieder ab zu reisen und bezahlen für diese eine Nacht schlappe 46 Dollar Nationalparkgebühr. Wir hätten auch 100 bezahlen können und dafür 1 Monat oder auch nur 1 Tag länger bleiben können,  aber nein, sooo schön ist es hier nicht!

Kommen wir zur Ankunft in Utila und Murphys Gesetz:

 Wir verlassen die Cochinos recht früh, um noch vor dem einsetzenden Westwind gut nach Utila zu kommen, denn Utila liegt von uns aus im Westen und mit 15 Knoten direkt auf die Nase kommt man nur schleppend voran. Das klappt alles soweit recht gut, bis wir in einer Gruppe von paranoiden Amerikanern ankern wollen. Nach 10 m stellt die Ankerwinsch ihren Dienst ein , nix geht mehr! Also lösen wir die Halterung und lassen weitere 20 m Kette ohne Winsch in die Tiefe rauschen. Mit dem Rückwärtsgang slippen (treiben) wir eine Zeit lang, dann gräbt der Anker sich ein und hält. Dummerweise liegen wir durch das Slippen etwas knapp vor einem Schiff und w ä h r e n d wir uns überlegen, kommt der Eigner mit dem Dinghi angebraust und erklärt uns, dass das so nicht geht. Er hätte schließlich 45 m (150 feet) Kette draußen und der böse Wind soll kommen und drehen tut er auch usw. usw.  Wie gesagt, wir waren mit Überlegen noch gar nicht fertig, sehen das aber alles ein und Frank zieht zum erstem Mal die 30 m Kette per Hand hoch. Die letzten Meter waren verdammt schwer, da sich ein riesiger Felsbrocken im Anker verfangen hatte. Aber gut, wir starten den 2. Versuch viel weiter vorne. Noch während wir im Ankerprozess sind, macht ein anderer weit entfernter Eigner hinter uns wilde Zeichen und brüllt . ????? HÄ???? Wir verstehen nix, sind auch viel zu weit entfernt. Wir ankern zu Ende , der Anker hält!!! Juhhuuhuu. Wir liegen ca. 100 m vor dem nächsten Schiff, wo noch immer der Eigner erbost rum schreit. Frank schreit zurück, wenn er was will, soll er sich gefälligst ins Dinghi setzen und zu uns kommen. Dann fällt uns auf, das der gar keinen Motor am Dinghi hat, so das der Weg zu uns erschwert wäre. Nun, gut. Wir verstehen weder, was er ruft, noch wo sein Problem ist. Dann fängt er sogar an, uns zu fotografieren! Also wirklich, wir ankern seit 6 Jahren  und ich glaube, wir können inzwischen gut abschätzen, ob der Abstand zum nächsten Schiff reicht. Dann fällt uns ein, dass es ja das Funkgerät gibt 🙂 und ich versuche, sein Problem über Funk mit ihm zu klären. Ich verstehe mal wieder nicht alles! Typisch Ami, quasseln unglaublich schnell und mit ganz vielen unbekannten Wörtern. Ich verstehe mal wieder die 150 feet Kette (was ja nur 45 m sind und wir liegen 100 m weit weg) ,  wir würden auf seinem Anker liegen und wenn der böse kommt Wind heute Nacht und man Anker auf gehen müßte, dann würden wir auf seinem Anker liegen. Wie wir das hinbekommen sollen, wenn wir 100 m statt 45 m weit weg sind…. verstehe ich nicht, aber vielleicht muss ich ja doch noch dazu lernen. Und dann noch die kommende andere Wind-Richtung usw. usw. , der Rest geht in einem unverständlichen Wortschwall unter. Ob sich der Wetterbericht in den letzten 6 Stunden kolossal geändert hat? Kommen etwa 30 Knoten auf uns zu, oder was ist hier los? Und  was haben die Amis hier für ein Problem mit ihrer 45m langen Ankerketten. Für uns überhaupt nicht ungewöhnlich! Nun gut, wir sind genervt und Frank holt ein zweites Mal den Anker per Hand hoch. Wir entfernen uns weiter weg und was soll ich sagen: der Scheiß Anker hält nicht. Ein weiteres Mal 30 m von Hand hoch ziehen, ein weitere Versuch, der Anker hält wieder n i c h t!  Frank ist so ziemlich am Ende mit seiner Kraft, zumal der Anker zuletzt mit ganz viel Mud (festsitzender Schlamm) voll war und somit doppelt so schwer. Hätte ich das alles gewusst, wir wären auf dem 2. Ankerplatz liegen geblieben und hätten weiter Fotomodel gespielt, zumal weder 30 Knoten Wind kamen noch die Windrichtung wechselte. Echt Paranoid, sach ich euch.  Wir wechseln die Buchtseite und starten einen letzten 5. Versuch. Frank ist am Ende, wenn der nicht klappt, dann würden wir über Nacht 25 Seemeilen zurück nach Roatan und an eine Mooring gehen, bis wir die Winsch repariert haben.  Wir lassen ordentlich Abstand zu allen anderen Schiffen, falls hier noch mehr paranoide Ankerer sind und fahren den Anker diesmal nicht mit 2000 Umdrehungen ein. Nicht das wir den wieder durch den Mud (Schlamm) ziehen. Gott sei Dank ist das Meer an dem Tag noch so ruhig, dass Frank beim Schnorcheln den Anker auf 4 m gut erkennen kann. Tatsächlich hat er einen Haufen Schlamm vor sich hergezogen, ob er hält bei starkem Wind, dass entscheiden die nächsten Tage. Die sind daher sehr unruhig für mich, ständig kontrolliere ich unsere Position. Westwind bzw. Südwestwind mit ca. 18 Knoten, eigentlich nicht viel, aber zu der Seite scheint die Bucht offen zu sein und so verhält sich unser Schiff die nächsten 2 Tage wie ein Rodeopferd.

Auf einem bockenden Pferd kann man auch keine Reparaturen ausführen und so konnte sich Frank auch erst 3 Tage später mit dem Winschmotor beschäftigen. Gott sei Dank hatten wir einen Neuen als Ersatz an Bord, denn vor 3 Jahren hatten wir das gleiche Problem schon mal in Bocas. Damals hat uns den jemand ausgebaut und neue Kohlen eingesetzt, seit dem fahren wir sicherheitshalber einen Neuen spazieren. War eine g u t e  Entscheidung!

Jetzt ist Freitag, 15.30 Uhr – der neue Motor wird noch eingebaut, wir hoffen, er funktioniert. Aber mit dem Landgang und Utila kennen lernen wird das auch heute nix mehr.

Aber morgen…. 😉

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Roatan – West End – Nordwind und…

Leider, leider sah es am nächsten Tag doch nicht so aus:

Sondern so

Wie erwartet, war der Wind mit Stärke 20-25 Knoten aus Nord nicht besonders schlimm, der über das Riff schwappende Schwell jedoch war ungemütlich, aber durchaus ertragbar. Nicht ertragbar jedoch sind die Temperaturen unter 25° – 3 Tage lang halten wir uns nur unten im Schiff auf, abends vorzugsweise auch mal mit Decke und heißem Tee 😉 – Was sind wir bloß für Luschen geworden 🙂

Aber morgen….

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ROATAN – West End – Urlaubsfeeling???

Neuer Liegeplatz: W e s t E n d

Wie der Name bereits verrät, liegt West End im Westen von Roatan. Hier liegt man auch nicht in einer (geschützten) Bucht, sondern lediglich hinter einem riesigen Riff, das die komplette Westküste abdeckt. Das Wasser hinter dem Riff ist auch nur 3-4 m tief und soooo klar, dass man bei ruhigem Wetter jeden der Millionen See-Grashalme vom Schiff aus zählen kann. Außerdem ist es ein Naturschutzgebiet und ankern ist verboten. Dafür liegen fuer uns Segler zahlreiche Moorings aus (nochmal für Nichtsegler: das sind starke Leinen und Ketten, die am Boden an Betonklötzen befestigt sind), kostengünstig für 10 Dollar die Nacht bzw. 50 die Woche.

Einer der Vorteile von West End ist, dass man hier fast jeden Abend einen traumhaften Sonnenuntergang erleben kann, daher hier noch ein paar zum Träumen…

Kommen wir zum „Urlaubsfeeling“ 😉 Nach der beschaulichen Insel Guanaja und dem etwas abseits gelegenden (aber sehr beliebten) Ankerplatz French Harbor purzelt man hier ins totale touristische Treiben. West End besteht eigentlich nur aus einer am Wasser gelegenden Straße, an der rechts und links zu 30 % Bar´s und Restaurants liegen, 30 % Tauchschulen und 30 % kleine Geschäfte und Supermärkte.

Und Tauchen an einem von mindestens 100 Tauchplätzen an diesem langen Riff ist wahrscheinlich der Hauptgrund für viele, hier seinen Urlaub zu verbringen.

Erstmal fühlen wir uns wohl hier. Wir brauchen zwischendurch immer ein bißchen Leben um uns herum, kleine nette Bars, gute Restaurants und tagsüber nicht all zu viele Touristen 😉 , die meisten sind ja unter Wasser und sind erst gegen Abend zu sehen, wenn wir längst in Ruhe die vielen Sonnenuntergänge vom Schiff aus genießen.

Der Nachteil dieses Liegeplatzes ist, bei starkem Nord- oder Westwind liegt man ungeschützt, da ja keine „Bucht“ . Mit dem Ende des Januars sollen diese aber aufhören, blöd nur, dass sich für das letzte Wochenende noch ein Nordwind ankündigt. Der Wind ist mit 20-24 Knoten nicht soooo stark, aber 2,5 m hohe angekündigte Wellen machen uns nervös. So fragen wir beim Office des Marine Parks nach, wie sicher man hier an den Moorings liegt, denn für einen Tag 4 Stunden zurück nach French Harbor, da haben wir so gar keine Lust drauf. Wir bekommen ein Okay, sollen uns aber an eine dreifach-gesicherte Mooring verlegen. Dies haben wir befolgt und unser Schiff mit einer zusätzlichen 3. Leine abgesichert. Wir sind das einzige (mutige) Schiff hier vor West End und sitzen das sehr ungemütliche Wetter jetzt für 18 Stunden aus.

Und morgen dann, dann sieht es tagsüber wieder so aus:

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ROATAN – French Harbour – Affen, Faultiere, Leguane

Fantasy Island

In French Harbor liegt man sicher und geschützt hinter einem traumhaften Riff. Links die Insel Fantasy Island, rechts Little French Island. Beides sind Privatinseln. Auf Little French Island werden Kreuzfahrt-Cruiser für schlappe 90 Dollar geschafft, damit sie dort ein paar Stunden Karibikfeeling genießen können mit weißem Sand und allem was dazu gehört. Sogar einen Käfig mit 2 Löwen soll es dort geben, just for fun für die Tagestouristen. Also so gar nicht unsere Welt. Auf Fantasy Island gibt es ein 3-Sterne-AI-Resort, für Cruiser wie wir „Betreten verboten“. Schade, die Bar dort sieht fantastisch aus im Internet und wir hätten bestimmt den ein oder anderen Dollar dort gelassen. Aber wer nicht will, der hat schon! Und dass, obwohl kaum Gäste im Resort sind. Lediglich die kleine Marina davor mit einer kleinen unansehlichen Bar ist für uns zugänglich. Aber die wollen wir nicht…

An Arch´s Iguana Marine Resort kann man sein Dinghi bequem und sicher parken. Der Weg zur Straße führt direkt durchs Resort und somit an über 100 Leguanen vorbei.

Dann aber muss man Spaß an langen Spaziergängen haben so wie wir, daher genossen wir den zwischen 40-60 Minuten langen Weg zum Supermarkt oder zur Mall oder zum Zahnarzt oder aber auch zum Ort „French Harbor“

Neben der einzigen kleinen einheimischen Kneipe

gibt es hier vor der Stadt den größten Supermarkt der Insel mit allem, was das Cruiserherz so begehrt. Salami, Kassleraufschnitt, jeglichen Käse einschl. Camembert, gutes Frischfleisch, Baquettes und eine große Gemüse- und Obstauswahl. Unsere Begeisterung hierüber könnt ihr in Europa bestimmt überhaupt nicht nachvollziehen, wo es ja an jeder Ecke einen Supermarkt mit einer z.B. 50 Sorten Käseauswahl gibt. 😉

Aber nicht nur dieser hat uns hier in French Harbor festgehalten. Der Januar brachte noch heftige Winde auch aus West oder Nord, somit war unser nächster Ankerstop nicht geschützt und wir mußten ein wenig länger hier ausharren. Und so entschlossen wir uns, doch noch den hier am Ufer liegenden Monkey- and Slotpark zu besuchen. Ganz witzig! Bevor wir in das Affengehege gingen, mußten wir unsere Taschen leeren sowie Brille usw. in ein Regal packen. Und tatsächlich 🙂 als erstes inspizierte einer dieser lustigen Kapuzineräffchen die Taschen an Franks Hose bevor er sich mit seinem Haupt beschäftigte 😉

Ist der süß? Oder faul, könnte man sagen. Jedenfalls hat er sich 10 Minuten lang nicht bewegt 😉

Next Stop: West Bay bzw West End

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Bay Isands – Roatan – erste Ankerstops

1 Woche lang hat uns Guanaja wegen starkem Wind noch festgehalten. Bei 22-27 Knoten lagen wir in der El Bight Bucht sicher und recht ruhig. Aber am Montag nach Silvester war es soweit und bevor es ein paar Tage später wieder bläst, machen wir uns fort zur nächsten Insel. Der Aufenthalt in Guanaja war jeden Tag wert, den wir hier verbracht haben. Auch wenn man nicht laufen konnte 😉 . In Roatan jedoch gibt es Straßen, so blicke ich hoffnungsvoll langen Spaziergängen entgegen 🙂

  1. Stop nach 6 Stunden in der Lime Cay Bay vor dem kleinen Mango-Creek-Resort . Neben 6 Wasserbungalows, einen wunderschönen kleinen Garten und einem Restaurant bietet man dort auch ein paar Moorings an. Eine davon gehört fuer 2 Nächte uns und in dem Preis von 11 Dollar die Nacht ist auch das Auffüllen einen Wassertanks mit frischem Springwater drin. Ansonsten zu meiner Enttäuschung: keine große Möglichkeit für lange Spaziergänge. Nachdem wir vor Guanaja bereits durch den heftigen Wind 6 Tage an Bord festgesessen hatten, wollte ich nur noch laufen, Häuser sehen, Geschäfte sehen und vielleicht diverse neue Bar`s.

Calabash Bay (1 Seemeile weiter) lassen wir gleich weg, laut Aussage eines niederländischen Segler-Nachbarn soll das Wasser dort brackig braun sein und die Luft so voller Moskitos, dass man ab 16.00 Uhr nur noch mit geschlossenen Fenstern unten sitzen kann.

Oak Ridge hört sich gut an. Kleines Fischerdorf mit vielen Häusern und ein paar kleinen Geschäften. Leider ueberhaut nicht schön zum Ankern und so drehen wir nach der einfahrt sofort wieder um und nix wie raus.

Aber Jonesville, die nächste Ankerbucht, von der liest man doch sehr viel Schönes. Blöd nur, dass unsere Navionics Seekarten ueberhaupt keine Tiefen anzeigen für diese Bucht und die Angaben in dem Cruisingguide für diese Gegend total ungenau sind. Und so sitzen wir kurze Zeit später bereits auf Grund 👿 . Nun, glücklicher Weise keine Steine oder Korallen, sondern nur Sand und Seegras und so können wir uns durch Motorkraft wieder lösen. Ein Local Boot weist uns freundlicherweise den Weg durch „etwas“ tieferes Wasser, schweißgebadet ankern wir auf 2 m, um dann nach 15 m Kette festzustellen, dass wir nur noch 0 Meter unterm Kiel haben. Ne, Leute‘! Der Puls des Skippers sprengt den gesunden Bereich und wir machen uns ganz ganz vorsichtig raus aus dieser Bucht.

Nächste Bucht: French Harbor – 7 Segler liegen hier bereits in der großen Bucht, kein Problem also, hier einen geeigneten Ankerplatz zu finden. Direkt hinter dem Riff liegen wir kurze Zeit später in ganz ruhigem Wasser. Schön ist es hier!

Doch in der Nacht dreht der Wind und frischt mal wieder sehr auf. Und so schaue ich morgens aus der Luke und ups… wieso liegt der amerikanische Segler nur knapp hinter uns! Mist! Das kann nach Winddrehungen und entsprechend der jeweiligen Kettenlängen schon mal passieren und so beäugen wir uns gegenseitig bzw. den Abstand zwischen unseren Schiffen. Der starke Wind soll bleiben und das für ein paar Tage. So aber können wir nicht liegen bleiben, das heißt für uns „umankern“ . Der Skipper freut sich riesig, aber ich hätte keine ruhige Minute mehr (und vor allen Dingen nicht Nachts). Es läuft gut bei uns zur Zeit 👿 Der Anker ist brav und hält bereits beim 2. Mal, aber dadurch kommen wir natürlich wieder nicht von Bord. Nix spazierengehen, nix einkaufen, Ankerwache ist angesagt!

Aber morgen….

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