Pleiten, Pech und Pannen die so und so vielte

Wir wollen Anker auf gehen!

Da wir erst für Montag den Termin am Anlegesteg der Werft haben, wollen wir die Zeit bis dahin nutzen, mal was Neues kennen zu lernen. Die Prickly Bay und ich werden sowieso nie Freunde werden, außerdem ist der Schwell und somit das heftige Geschaukle ist dieses Jahr wirklich höchst unschön (ein Satz, über den sich Birte riesig freuen wird, unken wir doch ständig über ihr „Schwellgefühl 😉 ) , aber schauckeln können wir auch in anderen Buchten. Ein paar Sachen müssen noch erledigt werden, aber gegen 12.00 Uhr heißt es für uns und die Tanamera: Anker auf!

Bei der Tanamera geht das fix, nach kurzer Zeit richtet sich ihr Bug bereits dem offenen Meer zu, während ich noch an der Ankerwinsch stehe und fluche. Von vorne rein hatte ich Bammel, schließlich hatten wir aufgrund der Tiefe (für uns) außergewöhnlich viel Kette draußen und 50 m Kette mit unserer nicht ganz so starken Ankerwinsch rauf zuholen, naja…  Es geht auch gleich gut los, ich hole 4 m rauf, die Winsch dreht durch, Pause! Das wird so 3 mal wiederholt von mir , vorauf der Skipper fragt, ob ich nicht mal hinne machen kann *grummel* . Gefrustet lege ich die Fernbedienung nieder und forder ihn auf: Selbst ist der Mann!!! Während ich dann am Ruder stehe, müht sich Frank vorne ab und ist dabei tatsächlich erfolgreicher wie ich. Anfangs zumindest, bis sein Ausruf „wir hängen irgendwo fest“ kommt! Super, haben wir also wieder so eine Schei…Ereigniskarte   gezogen ?  Über Funk rufe ich die Tanamera zurück, vielleicht brauchen wir Hilfe. Inzwischen hat Frank die Kette weiter oben und meint, wir hätten uns einen 2. Anker eingefangen. Genug Müll liegt ja rum in manchen Ankerbuchten. Kurze Zeit später wissen wir, es ist kein Anker, aber

*S t a u n*

 

 

Unsere Ankerkette hatte sich mitten rein gefressen in das Ding

Inzwischen war die Tanamera auch auf Sichtweite zurück, wie gut, dass wir sie haben, wer sonst hätte diese Fotos machen können 🙂

Wir lassen bei Beiboot wieder zu Wasser und Frank kann die Ankerkette Gott sei Dank von dem mit scharfen Muscheln besetzte Ding befreien. Hoffen wir mal, dass sich die kleinen Schnittwunden, die er dabei davon trug, nicht entzünden.

Nach eine 1-stündigen Ritt durch die recht hohen Wellen erreichen wir die Clarkes Court Bay und oh Wunder, kein Schwell hier. Sanft schaukelt die 2wishes im Wasser und verspricht uns eine ruhige Nacht ohne festkrallen 🙂

 

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Zwischendurch…

machen wir dies und jenes! Jedenfalls sind wir ständig so beschäftigt, dass für Blogeinträge keine Zeit bleibt. Immer diese zeitgestreßten Rentner, ich weiß!

Der Montag verging wie geplant mit dem Neukauf eines Außenborders. Mittags müsen wir noch mal los. Wir wollen den örtlichen Rigger fragen, was das Legen und Stellen des Mastes kosten würde. Die Idee ist, dass dann niemand rauf in den Mast muss und wir bequem an Land die Windmessanlage ausstauschen können. Bei strahlendem Sonnenschein betreten wir den Laden und bereits 5 Minuten später verwerfen wir diese blöde Idee. 800 Euro? Vielleicht verlegen wir uns doch besser in eine ruhige Bucht. Wir sind kaum mehr in der Lage, den Laden zu verlassen. Wo war der blaue Himmel geblieben? Weg! Dieser hatte seine Schleusen geöffnet und es goß in Strömen. Gut das der Dinghisteg mit angrenzender Bar nicht weit weg war, so konnten wir bei einem Bierchen (irgendwas muss man ja verzehren, wenn man trocken sitzen will 😉 ) beobachten, wie unser Dinghi in den nächsten 1 1/2 – 2 Stunden langsam voll lief. Was in der Zeit noch voll lief, war unsere Schlafzimmermatraze. Blöderweise hatte ich nämlich vergessen, die Dachluke genau darüber zu schließen. Man, schließlich sah es ja auch gar nicht nach Regen aus. Als es aufhörte, kaufen wir bei Budget kurzerhand noch einen Eimer zum Ausschöpfen. Mit einem Schöpfbecher hätten wir am nächsten Morgen noch geschöpft 😉

Die Nacht verbringen wir jedenfalls im Salon, die Matrazen sind komplett durchgeweicht !

Dienstag

Frank verwüstet den Salon. Das alte Batterieladegerät wird ausgetauscht. Eigentlich eine Sache von – naja – 1 Stunde oder so. Aber wie soll es anders sein, 2 Schrauben lassen sich einfach nicht festziehen. Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Uns so vergeht der Tag mit Matrazen und Bettzeug trocknen, sowie Gefluche und Geschimpfe. Damit fällt der geplante Ausflug zu Digicel (Telefon- und Internetanbieter) flach und ich habe immer noch kein Internet an Bord. Kurz vor Feierabend – oh Wunder – sitzen dann die Schrauben p l ö t z l i c h  fest (auch das bekommt mir bekannt vor 😉 ) und wir so schaffen wir es doch noch zum Sundowner auf der Hei-Jo, wo wir mit Gin-Tonic, Rum-Punsch, Bier und vielen kleinen Leckereien verwöhnt werden.

Mittwoch

Endlich schaffen wir es nach St. George 🙂 Heimatgefühle kommen auf! Wir lieben diese Stadt. Allein die Fahrt mit dem Einser-Bus ist wieder ein Highlight. Viel Zeit allerdings haben wir nicht. Nach einem Besuch bei Digicel und dem ATM-Automaten geht es ab zum Grand-Anse-Strand. St George ist heute Cruiser-frei, das wird ausgenutzt und so sind wir mit Wolfgang und Birte dort zum Cocktail verabredet. Es muss ja auch mal was Nettes passieren, oder? Auf dem Weg dorthin hatte Birte eine glorreiche Idee. Angrenzend am Dinghisteg ist das Houl-Out-Becken der ansässigen Spice-Island-Werft und rechts und links davon liegen öfters Schiffe, auf denen gearbeitet wird. Clever wie sie ist, macht sie sich im Office auch gleich kundig, wie und ob und wie teuer etc. das Anlegen dort ist und wir haben somit eine Lösung für unser „in den Mast gehen“-Problem, da man dort ganz ruhig liegt. Am nächsten Tag vereinbaren wir dort einen Termin für Montag und Dienstag. Danke, Birte für diese gute Idee!

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Und weiter geht´s mit Pleiten, Pech und Pannen (

Mittlerweile liegt Birte krank danieder und muss Antibiotika nehmen. Also wird das nix mit unserer Verabredung für Sonntag,  den ein oder anderen Cocktail an der  Beachbar am Grand Anse Strand zu nehmen.  Und wir hatten dafür extra diesen Sonntag ausgewählt, da St. George an dem Tag Cruiser-Frei ist.  Zu meinem Entsetzen haben wir nämlich die Woche festgestellt, dass mein so wunderschöner, endlos langer Sandstrand von Grand Anse vollgepflastert mit Liegen und Sonnenschirmen war.  Traumstrand Karibik in der 5 Strandliegenreihe zu genießen, mein persönlicher Albtraum. Mein armes Kind reist in 2 Wochen an und erwartet den versprochenen einsamen Strand, an dem lediglich ein paar Einheimische mit Ihren Kindern spielen. Ich weiß noch gar nicht, wie ich sie darauf vorbereiten soll *lach* (so vielleicht?)

Unsere bisherigen Besuche von Grenada spielten sich immer in der Nachsaison ab, so ab Mai. Ein Kreuzfahrtschiff haben wir nie gesehen. Nun aber geben die sich hier quasi die Klinke in die Hand, zumal viele Inseln aufgrund der beiden heftigen Hurrikans letztes Jahr noch nicht angefahren werden können.

Jedenfalls hatten wir somit am Sonntag „Tanamera-frei“  und so konnte ich mich in der Marinabar bei gutem Internet um meine nächsten Heimatflüge kümmern.  Am Dinghisteg passiert dann genau dass, vorauf wir eigentlich schon seit Abholung des Außenborders von dieser FACHWERKSTATT warten. Der Hebel des Getriebes bricht endgültig ab bzw. dreht komplett durch. Wir sitzen fest und müssen nun entscheiden, gehen wir zurück zur Bar und geben uns die Kante oder paddeln wir zur weit weg liegenden Tanamera und erbitten nochmals ihren kleinen Lieblingsmotor.  Wir entscheiden uns für:

Die nicht mehr ganz so kranke Birte zückt sofort ihren Fotoapparat, um unsere Pleiten, Pech und Pannenserie im Bild festzuhalten.

Auf der Hälfte der Strecke werden wir netterweise aufgesammelt und zur Tanamera abgeschleppt,

wo wir uns netterweise den gerade abgegebenen kleinen Motor zurück holen dürfen.  Gleichzeitig sagen wir den vereinbarten Verlegungstermin unserer Schiffe in eine ruhigere Bucht  für den nächsten Tag ab .  Schluß, Ende, Aus, Vorbei – ein neuer Motor muss her.

 

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War nix

Da unser Motor sich zwar kaum noch schalten läßt, aber eben läuft, verschieben wir diese Problem erstmal auf irgendwann. Vorrangig möchten wir uns dem Austausch unserer defekten Windmessanlage widmen. Hierzu war seit langem geplant, die Anwesenheit der Tanamera, im Speziellen von Wolfgang auszunutzen. Diese Anlage sitzt ganz oben auf der Mastspitze. Ich bin schwindelfrei und leicht genug (hahahaha!!), damit mich Frank mittels Winsch und Bootsmannsstuhl hochziehen könnte. Leider aber auch technisch zu unbegabt, um zu wissen, was ich eigentlich da oben machen soll. Frank ist nicht schwindelfrei und viel (sorry) zu schwer, als dass ich ihn hochasten könnte. Wolfgang ist leichter, schwindelfrei und auch noch technisch sehr begabt – logisch also, dass wir ihn für diesen Job anheuern. Dummerweise haben wir keine Maststufen, aber ein MASTLEITER! Das Teil ist allerdings bereits beim 1. Ausprobieren vor Jahren schon durchgefallen, weil wackelig und instabil. Aber vielleicht klappt es ja, wenn wir es mittels großen Kabelbindern am Mast fixieren. Und so geht es aufwärts mit Wolfgang. Stückchen für Stückchen bringt Wolfgang die Kabelbinder an.

Die Leiter wird dadurch aber leider nicht stabiler und oben angekommen, muss Wolfgang feststellen, dass der Schwell, der unten heute harmloser als sonst ist, auf 16 m Höhe jegliches Arbeiten am Mast verhindert. Also Abbruch! So wird das nix! Das Schiff muss ruhiger liegen und wir planen für Montag die Verlegung unserer Schiffe in eine ruhigere Bucht ohne Schwell. (Schwell läßt ein Boot im Wasser tanzen – ein bißchen Bewegung ist ja schön, aber zur Zeit herrschen meist Bedingungen, die Antirutschmatten selbst vor Anker nötig machen und man sich im Schlaf an der Matratze festkrallen muss) . Wolfgang fährt also unverrichteter Dinge zurück zur Tanamera, unterm Arm den kleinen 2-PS-Motor, den wir ja jetzt nicht mehr brauchen . Nochmal ein dickes Dankeschön für diese Leihgabe.

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Und dann verloren sie die Nerven ;-)

Da waren wir am Dienstag dann endlich wieder mobil *glücklich guck*.   Abholen brauchte uns ja niemand mehr und so wollten wir uns mit Birte und Wolfgang am Dinghisteg treffen, zum Supermarkt laufen, am Grand Anse Strand nett einen Cocktail trinken und einen auf entspannten Urlaub machen.

*grimmig guck* Sicher, es war geplant, unseren Außenborder hier bei Yamaha abzugeben, damit die sich unser äußerst schwergängiges Getriebe mal anschauen. An eine Hau-Ruck-Aktion hatten wir dabei aber nicht gedacht. Jedenfalls hat Frank nur mit großer großer Mühe und Muskelkraft überhaupt einen Gang eingelegt bekommen und am Dinghisteg dann nur mit noch mehr Kraft wieder in den Leerlauf schalten können. Im Gegensatz zu einem Auto kann man so einen Motor nämlich nur im Leerlauf starten und somit wären wir fast dort nicht mehr weggekommen.  Yamaha liegt auf dem Weg und so vereinbarten wir für den nächsten Morgen gleich einen Termin bei denen, Abholung ab Steg (das Teil wiegt schließlich 36 KG, das schleppt man nicht so gerne  1 Km durch die Gegend).

Dasselbe Spiel wiederholte sich dann am nächsten Morgen, von wegen große Mühe und Muskelkraft, aber wir haben es geschafft, ohne vom Tanameradinghi hingeschleppt werden zu müssen.  Dafür aber durfte uns Birte dann kurz danach vom Steg einsammeln und zurück zur 2wishes bringen.  Nach dem Frühstück dann wieder Taxidienst. Birte holt mich ab, damit wir zwei in Ruhe in der Marinabar im Internet stöbern und unseren Whatsapp- und Blogverpflichtungen nachkommen können.  Die Männer bleiben derweil an Bord und sind fleißig. Was zumindest auf Wolfgang zutrifft, denn meinen hab ich eher im Verdacht, dass er sich 2 nette Ausruh-Stunden ohne Frau(en) gemacht hat.  Ich werde artig zurückgebracht und  1 Stunde später fährt dann Wolfgang vor, um uns in die andere Richtung zum Dinghisteg zu fahren, damit wir unseren doch wohl reparierten Motor auslösen können. Leider hat die Werkstatt aber noch gar nicht mit uns gerechnet, dass man als Ankerer ohne Dinghimotor recht aufgeschmissen ist , können die wahrscheinlich auch gar nicht nachvollziehen. Ob überhaupt schon was an unserem Motor gemacht wurde, ist nicht erkennbar, jedenfalls sollen wir am nächsten Nachmittag noch mal wiederkommen.

Und das ist der Zeitpunkt, wo zumindest

Wolfgang die Nerven verliert.

Mit ihrem Zweitdinghi konnten sie uns ja leider nicht aushelfen, da keins vorhanden, aber jetzt bekommen wir Tanameras Lieblingsmotor geliehen, einen alten 2-PS-Zweitakter. Nicht schnell, aber unverwüstlich *auch so einen haben will* , sind somit seit dem wieder alleine mobil  und die Tanameras können ohne Zeitabsprachen auch wieder eigene Wege gehen.

Auch für uns gestaltet sich die Wartezeit seit dem entspannter, denn man glaubt es kaum, auch am nächsten Nachmittag ist der Motor noch nicht fertig. Eine äußerst muffige Angestellte erklärt uns: morgen früh – 9.00 Uhr!!!  Ich (Langschläferin) frage leise, ob es auch etwas später sein kann, aber oh oh oh…. 9.00 Uhr bekomme ich nochmals vor den Latz geknallt. Vorsichtig schleichen wir uns von dannen….

Am nächsten Morgen dann finden wir uns pünktlich um 8.58 Uhr ein, einen Guten-Morgen-Gruß von der Reparaturannahmedame ist nicht drin, aber man nimmt uns wenigstens wahr und schickt uns mit einem Werkstattschein zum Bezahlen. 100 US-Dollar und  30 Minuten später ist auch ein Auto bereit, uns samt Motor zum Dinghisteg zu fahren. Der Motor wird noch mit Hilfe des Fahrers an unserem Dinghi befestigt und dann

Verlier ich die Nerven

Und das ist gar nicht mehr lustig.

Der Motor springt nicht an, ½ Stunde versuchen wir alles, zwischendurch mit Hilfe von 2 Amerikanern, die ihren Senf dazu tun 😉 .  Wir laufen zurück zur Werkstatt und bekommen die Aussage, man hätte ja nix am Motor sondern nur am Getriebe gemacht. Das man dazu den Motor auseinander nehmen muss, ist der schlechtgelaunten Schnecke wahrscheinlich nicht bekannt.  Ich werde leicht pampig und man verspricht, den Monteur um 11.30 Uhr zum Steg zu schicken, damit er mal nachschaut. In den nächsten 1 ½ Stunden bekommt Frank meinen Frust ab. Ich heule, ich fluche, ich bin stockesauer und will s o f o r t  einen neuen Motor.  Bis 12.00 Uhr erscheint natürlich kein Monteur und wir montieren wieder Tanameras 2-Takter. Unser kommt erstmal wieder an die Reling und darf sich über Nacht ausruhen. Wir wissen ja eigentlich, dass er es nicht mag, auf die Seite gelegt zu werden. Wir nutzen den Nachmittag und suchen die beiden ansässigen Bootsausstatter auf wegen eines neuen Motors.

Am nächsten Tag läuft er wieder, aber das Getriebe läßt sich genauso schlecht schalten wie früher. Frank´s Handgelenke tun nach der Schaltung weh und ich bekomme da gar nix gerührt.  Es bleibt dabei, ein neuer 2-Takter muss her – wir ha´ms ja !!!!

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Wir sind wieder Dinghi-Mobil

Ankunft Grenada: Morgens 9.00 Uhr

Beim 3. Ankerversuch hält er endlich, wir haben 9.30 Uhr oder so. Unser (so wunderschön sauberes ordentliches) Schiff sieht aus wie Schweinestall. Alles ist in der Nacht durch die Gegend geflogen und muss neu geordnet werden. Oben herrscht noch Leinenwirrwa. Die Tanamera funkt uns an und fragt, wann sie uns für die Einklarierung und der anschließend Fahrt zum Bootsausstatter Budget abholen soll. Man könnte in 10 Minuten da sein!!!! ÄH….. wir schauen uns um, lachen und bitten um 1 Stunde Zeit zum Aufräumen.

Die überaus freundlichen Offiziellen von Immigration und Custom gönnen uns nicht ein Lächeln, im Gegenteil, zum 1. Mal in den letzten 3 Jahren fällt auf, dass wir vor 4 Tagen bereits in Trinidad ausklariert haben. Man will wissen, wo wir die letzten Tage waren. Wir erklären unser „no Diesel“ – Problem, das stellt die Jungs nicht unbedingt zufrieden, man muffelt weiter, aber wir dürfen trotzdem bleiben.

Und dann geht es schnurstracks quer über die Bucht nach Budget. Des Skippers größte Sorge war, dass uns jemand unser Wunschdinghi weggeschappt hat am Freitag oder Samstag.  Aber endlich haben wir mal für 1 Tag Glück, unser Dinghi hängt noch oben an der Decke, 30 Minuten später sind unsere Kreditkarten mit Unsummen belastet. Wir vereinbaren eine Abholung, schließlich sind wir totmüde und das Dinghi muss ja noch von der Decke geholt werden, für den nächsten Morgen.

Nach einem langen Mittagsschlaf werden wir auf der Tanamera mit einem Willkommenssekt und einer ganz leckeren Lasange verwöhnt. Viel viel gibt es zu erzählen, aber wir haben ja ein paar Tage Zeit, um alles nachzuholen. Zwar habe ich einen Fotoapparat dabei, aber vor lauter Quatschen denkt keiner von uns 4 daran, diesen auch zu benutzten. Um 10.00 Uhr bringt Wolfgang uns zurück, um 10.10 Uhr liegen wir in der Koje und schlafen unmittelbar ein.

Am nächsten Morgen holt Frank mit Wolfgangs Hilfe unser Neues ab und wir sind wieder mobil

F Ü R   1  T A G  !!!!

grrrrrrrr!!!!!!

 

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Begegnungen auf dem Weg nach Grenada

Die Überfahrt nach Grenada war das Allerletzte. Ich sach nur:  6 x  Eimeralarm – das sagt doch alles, oder?  War jedenfalls mein persönlicher Rekord und ich möchte den auch nicht toppen.

Noch im Hellen hatten wir eine Begegnung, die ich des Nachts so auf diese Entfernung nicht erleben will.

Hier kommt der Pott!

Auf unserem Plotter sieh das dann so aus (es handelt sich um das Dreieck, was mit der Spitze bereits unseren Mast touchiert 😉 )und wenn man erstmal weiß, wie weit ein Pott dann noch weg ist, braucht man (noch) keine Angst haben

 

 

 

 

Aber die Jungs wissen was sie tun und trotzdem wir unter Motor waren und somit keine Vorfahrt haben – aussitzen, abwarten und dann sieht das so aus:

Here we are ! 300 m voraus – puh

 

 

Und jetzt sitzt er komplett auf unserem Schiff 😉

Mehr ist nicht passiert, aufgrund der ekligen Welle haben wir beide nicht viel Schlaf bekommen die Nacht, dafür liefen wir bereits gegen 9.00 Uhr in die Prickly Bay ein, wo die Tanamera uns bereits winkend erwartete.

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Noch immer kein Diesel

Gutgläubig wie wir Deutschen nunmal sind, legen wir am nächsten Mittag von der Mooring ab, wollen endlich unseren Tank mit Diesel füllen lassen und dann ab nach Grenada. Kurz vor der Tankstelle winkt der Tankwart allerdings wieder ab, no Diesel! Vielleicht um 13.00 Uhr *würg*

Zurück an die Moorging, die wir natürlich w i e d e r  nicht schnappen können. Dieser Mooringball ist immer zu schnell am Boot vorbei oder zu weit weg oder meine Arme sind für das Trinidadwasser nicht lang genug. Auch Franks Arme reichen nicht, aber da kommt Hilfe von unserem amerikanischen Nachbarn, der schnell für uns ins Dinghi gestiegen ist und uns festmacht.

Apropos Dinghi – ihr erinnert euch – wir haben keins. Das erschwert die Sache, mal eben überzusetzen und die Tanke zu fragen, ob denn Diesel geliefert wurde. Der Kontakt per Funk klappt auch nicht, die antworten nicht. Wir werden also mutig und lassen unser mit weißer Matschepampe (von unserem Schiffsbauer aus Bremen) an mehreren Stellen geklebtes Dinghi zu Wasser. Einen Motor trauen wir uns nicht dran zu machen, die geklebten Nähte halten zwar, aber wenn unterwegs eine weitere Naht aufgeht, dann gehen nicht nur wir sondern auch der Motor baden. Wir können schwimmen, unserem 35 KG-Motor trauen wir das nicht zu 😉 – alles geht gut, wir kommen trocken an und erfahren „no diesel“. Trocken erreichen mittels Paddel und Franks Muskelkraft die 2 wishes und bereiten uns auf eine weitere Nacht in Trinidad vor.

Am Samstag regnet es kleine Hunde und zwar von morgens bis spätnachmittags. Da jagt man eh keinen Segler raus auf die offene See – jedenfalls keine Warmwettersegler 😉 . Inzwischen sind wir auch wieder entspannter, zwar behalten wir die Tanke im Auge, ob sich da ein Tanklaster blicken läßt, aber haben nicht viel Hoffnung für heute (Samstags !!!) Um 14.00 laufen wir durch den Regen zum ATM, holen wieder ein paar TT-Kracher , begeben uns erneuert zum Supermarkt und sind um 16.00 Uhr kletschnass zurück. Übrigens, um 16.10 Uhr hört es auf zu regnen. Auf dem Rückweg fragen wir nach Diesel und tatsächlich gibt es wieder Diesel. Auf meine Frage, ob denn der Diesel bis morgen früh reicht, wird nur gelacht.

 

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Pleiten, Pech und Pannen

O-Ton Frank: Wenn das so weiter geht, dann kommen wir nie nach Kolumbien 😈

Der Tat verläuft wie geplant, Vormittags füllen wir  ganz ganz viele Papiere aus mit Durchschlagpapier (jaaaaa, gibt es hier noch in Massen, von wegen digitales Zeitalter) und klarieren aus bei Zoll und Immigration. Auf dem Rückweg füllen wir mit unseren letzten TT-Krachern unsere Getränkebestânde auf, bezahlen unsere Schulden bei Peake Yachtservice, essen noch ein Sandwich und dann endlich geht es los. Wir legen ab Richtung Grenada….

2 Minuten später aus der Traum !!!  Die örtliche Tankstelle hat heute keinen Diesel mehr. Willkommen in der Karibik 😱 Erst morgen gibt es wieder Nachschub und so hängen wir jetzt an einer Mooring und wir müssen einen Tag länger auf einen Sundowner mit der Tanamera warten.

 

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Oh Wunder…

Oh Wunder… Budget Marine Grenada hat sich tatsächlich heute per Mail zurück     gemeldet 🙂

Und oh Wunder II …. angeblich haben die alle für uns in Frage kommenden 3 Light-Dinghys on stock, wenn das tatsächlich stimmt, dann haben wir jetzt das Problem der „Entscheidung“

Wir werden also sehen, dass wir so schnell wie möglich nach Grenada kommen, um deren Aussage auf den Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Derweil hat Frank die aufgeplatzte Naht unseres Dinghys mit irgendeiner merkwürdigen weißen Matschepampe geklebt und scheinbar hat es die Luft für ein paar Stunden gehalten. So können wir eventuell in Grenada zumindest vom Ankerplatz an den Strand p a d d e l n und von dort aus die Straße zum ATM, zum Supermarkt und zur Einklarierung erreichen, sollte die Tanamera aufgehalten werden und sich verspäten 😉 – Die haben uns nämlich ihr Dinghy als Taxidinghy angeboten, wir hoffen jedoch, es nicht allzu lange zweckentfremden zu müssen.

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