San Agustin auf dem Rücken der Pferde

3 Dinge kann man machen hier in San Agustin….

Den archologischen Park besuchen zu Fuß – haben wir gestern gemacht

Sich in einen Jeep setzen und sich zu weitere Skulpturen im Umkreis von 96 Km fahren lassen 😡 – dazu hatten wir sogar keine Lust, schließlich sitzen wir viele viele Kilometer in Bussen ab

oder man kann sich Pferde mieten mit Führer und im nahen Umkreis weitere Statuen begucken 🙂

und so haben wir für den heutigen Tag 2 lahme friedliche Pferde bestellt mitsamt Carlos, der uns die nächsten 3,5 bis 4 Stunden begleiten wird. An die fast 20 Jahre ist es her, dass wir zuletzt auf einem Pferd gesessen haben und das sieht dann soooo aus: Na also, geht doch (noch) 😉

4 verschiedene Stätten werden wir abreiten und unerwartet spricht Carlos sogar Englisch, so dass wir auch viel über die Herkunft, der Gesteinsart, der Bedeutung und das Alter  der jeweiligen Statuen erfahren. Und wen treffen wir an der ersten Besichtigungsstelle?  Könnt ihr es erraten? Natürlich, unsere 3 Franzosen – auch sie haben sich scheinbar gegen den Jeeptransport und für den Pferderücken entschieden. So langsam kommen wir richtig ins Gespräch 😉

Bei der 2. Stelle streike ich nach der Hälfte, es geht bergab, bergab und zwar heftig. Diese letzten Stufen runter schenke ich mir und mache mich schon mal auf den Rückweg, um wenigstens in etwa zeitnah mit Frank und Carlos wieder bei den Pferden anzukommen. So kann ich diese Skulptur genau wie ihr auch nur per Foto bewundern 🙂

Die Aussicht ist jedenfalls fantastisch

Zwischenzeitlich wollen die Gäule immer mal wieder in den Trapp gehen (wahrscheinlich heimlich aufgefordert von Carlos, der einen Blick auf die Uhr wirft), aber nicht mit uns, sorry, dass schaffen wir ungeübten Alten nicht mehr und sie reagieren auch brav und fallen sofort wieder zurück in den langsamen Gang, wenn man am Zügel zieht. So dauert der Ausflug heute auch nicht wie angekündigt 3,5 – 4 Stunden sondern ganze 5 🙂 .

Ein letztes Mal noch auf- und absteigen – es geht kaum noch – jeder einzelne Knochen und Muskel tut weh – und die letzten diesmal bunten Statuen bewundern

anschließend quälen wir uns bis zum Ortsanfang, wo Carlos  und die Pferde wohnen und gehen den Rest des Weges zu Fuß zurück *Gott sei Dank*

O-Ton Frank:  Das war das allerletzte Mal für ihn – n i e  wieder auf dem Rücken eines Pferdes – ich sollte mal sein hohes Alter bedenken und den nächsten Ausritt müßte ich alleine bewerkstelligen.

Unglaublich, was dieser Altersunterschied ausmacht 😯  – Ich hatte ganz viel Spaß heute und naja, Frank auch, zumindest die ersten 2 Stunden 🙂

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Parque Arqueologico San Agustin

Die vor 5000 Jahren hier lebenden Ureinwohner haben hier ihre Götter angebetet und ihre Toten begraben. Sie waren bereits Jahrhundete vor Ankunft der Europäer ausgestorben, aber ihre Hinterlassenschaft gehört zu den größten archäologischen Funden auf dem Kontinent. Die Vulkanbrocken, die von den nahen inzwischen erloschenen Vulkanen hinausgeschleudert wurden, regten die Künstler der Ureinwohner an, große Skulpturen daraus zu schaffen. Das Ergebnis sind über 500 Statuen, viele sind anthropomorph (menschengestaltig), andere naturgetreu und wieder andere erinnern an maskierte Monster.

Im Parque Arqueologico stehen etwa 130 davon und die gibt es hier zu begucken 😉 . Um zum Eingang zu kommen, laufen wir 2 Km eine blöde Straße lang und zwar immer brav bergauf. (Mein Arzt wird zufrieden sein mit mir 😉 ) Wir kommen von rechts auf den Eingang zu, die 3 Franzosen von links und treffen tun wir uns an der Kasse. Hello again 🙂 und so laufen wir die nächsten 2-3 Stunden immer brav hintereinander her.

 

Franzosen voraus 😉

Ein kleiner Moppel !!! An wen erinnert Frank das wohl?

Grabwächter für das dahinter liegende inzwischen allerdings leere Grab

Am Parkausgang stellen wir fest, dass es einen öffentlich Bus gibt, der vom bzw. zum Park nach San Agustin fährt. Da hätten wir uns am Morgen doch ein paar anstrengende Kilometer sparen können. Jedenfalls nutzen wir ihn für den Rückweg, geben dem Ort San Agustin einer weitere Chance und werden auch nicht enttäuscht. Sooo schlimm ist er nicht, man muss sich nur wieder umstellen.

Und morgen…. morgen machen wir mal was ganz anderes 😉

Veröffentlicht unter Allgemein | 2 Kommentare

San Agustin

Wieder ein ganz anderes Kolumbien! Berge, satt grün, Ackerbau und Viehzucht, gepflegte wunderschöne Häuser am Straßenrand mit Blumen dekoriert. Österreich/Südtirol? Nein, wir sind unterwegs nach San Agustin (nicht zu verwechseln mit San Augustin bitte schön!)

Mit uns im Bus 3 junge Franzosen, wir kommen jedoch nicht ins Gespräch. Unser Englisch ist mangelhaft und das der Franzosen meist ja nicht vorhanden 😉 .

Nach 5 Stunden erreichen wir also San Agustin und sind geschockt (erstmal). Nach dem beschaulichen, sauberen Villevieja und den auf dem Weg hierhin hübschen Häusern werden wir mitten auf einer Hauptstraße ausgesetzt. Es ist laut, es ist voll und es ist dreckig! Was zum Kuckuck hab ich denn da wieder gebucht?Und dann ist es auch noch kalt ! 😡 Wir laufen ein Stück die Straße lang und verziehen uns in ein etwas abseits der Straße gelegendes Cafe/Bar. Schließlich ist es 4 Uhr nachmittags und da diese kleinen Busse keine Toiletten haben, waren wir sehr sparsam was „trinken“ angeht. Hier treffen wir die Franzosen zum ersten Mal wieder. Auch sie lecken scheinbar ihre Wunden  und haben bereits dicke Jacken an 😉 .

Ein Blick bei maps.me zeigt uns, das gebuchte Hotel ist nur 1,5 km weit weg und da laut Auskunft des Hotels zur Zeit keine Taxis die letzten 300 m wegen Baustelle bergauf nicht fahren, können wir auch gleich zu Fuß gehen. Puh… 300 m bergauf! Frank hat 12 Kg auf dem Rücken, ich 6 Kg. Mal wieder Lungentraining 😉 , jedenfalls ist uns warm, als wir oben ankommen. Die Finca ist wunderschön, preislich eine Klasse höher als „Flashpacker“, unser Bungalow liegt in einem wunderschönen Garten mit Terrasse und bequemen Stühlen sowie Hängematte. Hier könnte man sich wohlfühlen, wenn es nicht soooo kalt wäre 😉

Die Finca El Maco hat ein eigenes sehr preiswertes und gutes Restaurant, was unser Glück ist – den Berg gehe ich heute nicht noch mal runter und später wieder rauf 😡

Leider können wir die schöne Terrasse gar nicht richtig nutzen, wir sind immer nur Spätnachmittags am Bungalow und da ist es meist schon recht frisch – San Agustin liegt auf ca. 1700 m Höhe und die durchschnittliche Tagestemperatur liegt nur bei 19 Grad *brrrr*

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Tatacoa-Wüste

Mein Rucksackträger 😉 – auf geht´s in die Wüste bzw. erstmal zum Busterminal

Der Busterminal in Neiva ist natürlich entschieden kleiner als der in Bogota. Und hier stehen über den Schaltern der verschiedenen Firmen auch die Städte, die angefahren werden. Nur die Stadt, in die wir wollen,  nämlich Villavieja , steht nirgendwo. Aber hier sind die Menschen aufmerksamer, dumm rum stehende Touristen werden aufgesammelt, an die Hand genommen und dem richtigen Busfahrer übergeben 🙂 . Wir sind die Ersten in dem kleinen Collectivobus und müssen ein wenig warten, bis noch mehr Touris eingesammelt wurden und der kleine Bus voll ist.

Unglaublich – gut verpackt wartet auch er/sie auf den Weitertransport per Bus 🙂

Unterwegs machen wir noch einen Abstecher in die Tierfutterstraßenzüge, ein Sack Futter kommt oben aufs Dach. Zweiter Stop Blumenladen, ein großer Trauerkranz wird uns auch begleiten. Es ist noch recht früh, unser Fahrer hat scheinbar noch nicht gefrühstückt. Kein Problem hier, es gibt jede Menge Drive-Inn´s am Mittelstreifen. Dort stehen (meist im Bereich der Ampelanlagen) Kaffee-, Obst- und Wasserstände und sonstiges merkwürdiges Zeugs, was der Kolumbianer so zum Frühstück ißt. Bei roter Ampel einfach bestellen und nach 3 Kreuzungen ist das Frühstück komplett 🙂 .  Aber ich schweife mal wieder ab…. 😉 (Sorry, aber ich finde das alles so unheimlich spannend und auch lustig)

Villevieja ist eine hübsche kleine Wüstenstadt, deren Einwohner notdürftig von Ziegenherden oder heutzutage viel besser vom Tourismus leben. Als wir aus dem Bus aussteigen werden wir sofort von TukTukfahrern belagert, die uns eine Tour in die Wüste andrehen wollen. No, gracias! Wir müssen erstmal ins Hotel und unsere Rucksäcke loswerden. Nach dem sehr freundlichen Einchecken wollen wir im gegenüber liegenden Minimarkt unsere Wasservorräte auffrischen, schließlich geht es in die Wüste, da will man ja nicht verdursten 😉 . Vor dem Hotel lungeren 2 weitere TukTuk-Fahrer rum, die ich mit einem weiteren No, gracias abschmetter. Das geschieht ganz automatisch, weil man in Kolumbien mindestens 20-30 x am Tag „no, gracias“ zu allem Möglichen sagt. Und außerdem habe ich den Wassereinkauf im Kopf, mehr als 1 Ding paßt scheinbar eh nicht mehr rein in das altersschwache Teil. Aber nach dem Kauf von 2 Flaschen Wasser ist das Ding wieder frei und plötzlich fällt mir auf, dass mich der eine Fahrer doch in Englisch angesprochen hat !!!  Und hier fängt unser „Glück“ an: Ich vergewisser mich und Joe bestätigt, dass er ein wenig Englisch spricht (falsch, er spricht sogar sehr sehr gut Englisch, wie wir später feststellen). So kann in meinen Google-Translater in der Tasche lassen und schnell werden wir uns einig. Für 15.000 Pesos  (4,50 €) bringt er uns mit seinem TukTuk in die rote Wüste , zeigt uns den Anfang des markierten Weges und meint, er könnte uns ab 15.00 Uhr wieder abholen. Leider nicht eher, denn er hätte jetzt eine 3-4 – stündige Tour mit anderen Touris. Wir lehnen ab, wollen wir doch am Nachmittag noch in die graue Wüste. Die wäre zu weit weg, über 20 Km (Schlitzohr! Das ist falsch, es sind nur so 5-8 Km) und das sollten wir besser am nächsten Tag machen. Er könnte … usw. 😉 , aber auch das müssen wir ablehnen, denn am nächsten Tag sind wir schon wieder unterwegs zu neuen Zielen und irgendein anderer TukTukfahrer wird schon vorbei kommen und uns weiter transportieren. So winkt er uns traurig zu und wir beginnen unseren Spaziergang durch die rote Wüste.

Als ich meinen „lonley-planet“-Reiseführer für Kolumbien kaufte, fiel mein Blick als Erstes auf ein Bild der „roten Wüste“ und ich wußte sofort, da muss ich hin! Und wirklich, sie ist so traumhaft, wie ich sie mir vorgestellt habe.

Die Tatacoa ist keine richtige Wüste, obgleich es dort sehr heiß ist (bis zu 50°C). Die bizarre Landschaft aus ausgehöhlten Felswänden und Rinnen wurde vom selten fallenden Regen gestaltet. Eigentlich ist sie ein vertrocknetes Halbtrockengebiet mit nur wenig Regen im Jahr. An allen Seiten ist sie von Bergen umgeben, die den größten Teil des Regens abgekommen, so das die 330 km² der Tatacoa trocken bleiben. Das Ergebnis ist ein für Kolumbien einzigartiges Ökosystem mit Skorpionen und Wieseln (keine gesehen), Früchte tragenden Kakteen und mindestens 72 verschiedenen Vogelarten (gesehen zwei 😉 )

Nach einem gut 1-stündigen Spaziergang durch diese herrliche Landschaft sind wir am Ausgangspunkt zurück und genießen den Ausblick von oben in einem einfachen Lokal bei einem kühlen Bierchen (wenn ich gewußt hätte, das es in der Wüste Bier gibt, hätte ich mir den Wasserkauf sparen können – nein, Quatsch natürlich 😉 ). Ich sage gerade zu Frank, er möchte bitte in meinem Rücken Ausschau halten nach vorbeifahrenden TukTuk´s, die ich per Sprint anhalten könnte, da kommt er angefahren 🙂 – JOE! Sein Touri-Deal ist geplatzt und ganz Businessman erinnert er sich an die beiden Gringos, die er kürzlich in der Wüste ausgesetzt hat 🙂 . Er macht uns einen guten Preis, Weiterfahrt in die graue Wüste, Zwischenstop im roten Labyrinth, Führung und Erklärungen sowie Rückfahrt nach Villavieja. Für 11 Euro pro Person können und wollen wir da nicht nein sagen und so haben wir nach 3 weiteren Stunden eine Menge Formationen gesehen, die wir ohne ihn gar nicht richtig gedeutet hätten (Dort gibt es nämlich Leguane, Schildkröten und Geister alla „Casper“ – alle aus grauem Gestein 😉 ) Viel gelernt haben wir über die Geschichte dieser Wüste, über diverse Millionen von Jahre alten Gesteinsschichten, über Trocken- und über Überflutungszeiten( ganz ganz früher war nämlich hier mal das Meer, später dann nur noch eine Lagune mit mal mehr und mal weniger Wasser) Minerialen in den Steinen (die rote Wüste ist übrigens rot, weil sie viel Eisen enthält, die Graue dafür mehr Zink) und das z.B. die Früchte der Kakteen aussehen wie winzig kleine Paprikas und herrlich süss schmecken.

 

Und zuletzt noch das Highlight ???? der grauen Wüste 😯

Dieser Pool wird aus einer tiefen Quelle gespeist. Und tatsächlich, als wir dort waren, lümmelten sich 2 Kolumbianer dort auf Liegen rum. Für 8000 Pesos (2,80) darf man sich dort von der Wüste erholen 😉 – aber ob das das richtige Geschäftsmodell ist?

Eine lange Anreise, aber ein herrlicher Tag, den wir nicht missen möchten (selbst der Chef nicht 😉  )

(Wer vor hat, Villavieja zu besuchen und einen sehr gut englisch sprechenden Guide möchte,  El Joe (Moto Carro) ist unter der Telefon-Nr. 310 4030102 oder 316 6070321 zu erreichen. Die kleinen Hotels dort werden einem sicher mit einem Telefonat helfen)

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Über Bogota nach Neiva

Mitten in der Nacht um 4.00 Uhr morgens bringt uns ein Privattaxi zum Flughafen, unser Flug geht um 6.00, wollen wir doch gleich weiter mit dem Bus nach Neiva. Mit dem Taxi lassen wir uns vom Flughafen Bogota zum Terminal de Transporte (Busbahnhof) bringen. Der Taxifahrer schaltet auch brav seinen Taximeter an und so haben wir für die halbstündige Fahrt (Rushhour)  auch nur ca. 5 Euro bezahlt.

Und jetzt wird es spannend. Der Busbahnhof umfaßt 4 Terminals. Bevor wir begriffen haben, dass  Terminal „oeste“ oder „norte“ Richtung West oder Nord meint, haben wir schon mal 2 Terminals erfolglos durchquert. In jeder Halle gibt es zahlreiche Schalter von vielen Buslinienfirmen, allerdings ohne irgendeine Kennzeichnung, wohin deren Busse fahren???? Der Bogotaner, der Kolumbianer weiß auch so Bescheid 😃, gut spanisch sprechende Reisende finden es raus aber unsereins ist völlig verwirrt und hilflos. Es sei denn,, man hat eine(sprechende) Gooogle-Translator-App auf dem Handy oder hat vorher nach einer passenden Buslinie im Internet gesucht. also kurz überlegt….. Neiva liegt südlich, also müssen wir nach Termial 1 Sur und siehe da, da finden wir auch die Busfirma „Coomotor“ , die die Strecke nach Neiva quasi halbstündig fährt und so sitzen wir kurze Zeit später auch in dem 9..00 Uhr Bus. Geht doch!

2 Stunden quält sich der Bus erst mal durch die Millionenstadt Bogota,   mein Gott, ist die häßlich 😡

5 Stunden und ein bißchen würde der Bus nach Neiva brauchen, hat die nette Dame am Fahrkartenschalter gesagt. Das „bißchen“ erwies sich als 2 Stunden 🙂 und so waren wir erst um 16.00 Uhr in Neiva.

Unser Hotel liegt nur 200 m vom Busbahnhof entfernt , Sparfüchse wie wir brauchen dafür kein Taxi (außerdem haben wir uns gerade 7 Stunden lang den Hintern platt gesessen 🙂 ) , also Rucksack auf, maps.me an und los…

3 Minuten später werden wir von einem aufgeregten Kolumbianer gestoppt, wir verstehen ,nix außer das Wort Telefon! was will er bloß? Telefonieren? Er hat doch selber ein Handy in der Hand !!!! Lach! Er hat nicht nur ein Handy, nein, er hat auch eine Translator-App und so wissen wir kurze Zeit später den Grund für seine Aufregung: Ich darf nicht mit dem Handy in der Hand rum laufen, dass würde man mir ganz schnell wegreißen. Hab ich schon mal erwähnt, dass die Kolumbianer alle super nett sind? Also fragen wir uns durch und finden auch so kurze Zeit später unser Hotel,  kurz einchecken   und dann ab, die nette Stadt suchen.

Leider stellt sich Neiiva als echt häßlliche Kleinstadt heraus. Lange laufen wir durch Straßenzüge (Betonung auf „Züge“) mit Motorradrepartur- und Ersatzteilgeschäften, gefolgt  von Straßenzügen mit Fahrradersatzteilen und Werkstätten. Dann folgen Straßen mit Tierfutter oder lebenden Hühnern, Küken,  Katzen- oder Hundebabys, alle gehalten in winzigen Käfigen 😡 – Augen geradeaus, können  keinen Hund an Bord gebrauchen.

Dann endlich sind  wir in der City, nettes Restaurant Fehlanzeige, wir quälen uns ein trockenes Hähnchen rein, ertränken das noch in Bier und dann nix wie weg hier.

Morgen geht es nach Villavieje, dort wird es hofffentlich netter sein

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar

Wir sind dann mal unterwegs

Unsere Reiseroute ist ausgearbeitet! Wochenlange Beschäftigung mit dem PC macht´s möglich, ob aber nun auch alles klappt, wie geplant… wir werden sehen.

Von Santa Marta aus fliegen wir erstmal nach Bogota und von dort aus gleich weiter mit dem Bus nach Neiva, von wo aus wir am nächsten Tag die rote und graue Wüste besuchen werden. Anschließend ist San Agustin  geplant, wo wir auf den Rücken der Pferde und in Jeeps einen archologischen Park erkunden wollen. Weiter geht´s mit dem Bus nach Popayan und einem Marktbesuch in Silvia, von dort aus nach Salento und Wachspalmen gucken ,  zum Schluß Medellin, eine 3-Millionen-Einwohner-Stadt. Alles jeweils mit Bussen und ohne Spanischkenntnisse 😯  🙄  😯 , aber wofür gibt es denn die Google-Übersetzer-APP?

Die Hotels für die ersten Tage sind vorgebucht und dann sehen wir mal weiter, je nachdem, wie lange wir an einem Ort bleiben wollen. Wir schätzen, das wir i 14 Tagen zurück sind

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Kurioses Ley Seca

Eine Meldung bei Facebook schreckt uns hoch, ab Samstag 18.00 Uhr bis Montag 18.00 Uhr gäbe es keinen Alkohol zu kaufen, weder im Geschäft noch in den Lokalen !!!!!

„Ley seca“ heißt es hier in Südamerika – das trockene Gesetz! Eine Volksabstimmung ist angesetzt und die Leute sollen wählen und nicht saufen gehen. Wir nehmen das gar nicht so ernst, bis wir im Supermarkt vor Regalen stehen, die mit undurchsichtiger Plastik verhängt sind. Nicht mal gucken darf man mehr  😉

Hat aber auch nix gebracht! Es war die 4. Volksabstimmung dieses Jahr und die Leute wahlmüde. 450.000 Tausend Stimmen fehlten um, man glaube es kaum, um ein Gesetz           g e g e n Korruption heraus zu bringen. O-Ton Frank: Die sollten besser mit 1 Woche anschließendem Alkoholentzug bei zu geringer Wahlbeteilung drohen, wäre manchmal vielleicht hilfreicher 🙂

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Ein Event, ein Event und geschenkte Peso´s

Große Dinge bahnen sich scheinbar an! Seit Tagen wird aufgebaut und ran gekarrt, wir beobachten staunend die täglichen Fortschritte. Der Platz an der Marina eignet sich für vieles, die Kulisse ist zauberhaft und wurde schon für viele Veranstaltungen genutzt. Das Kommende jedoch übertrifft bei weitem alles.

Eine riesige Bühne mit Dach entsteht,  Scheinwerfer werden montiert, um das ganze Gelände wird ein äußerst netter Zaun gezogen, der wiederum tagelang mit kleinen Bäumen, Palmen oder auch kleinerem Grünzeug geschmückt wird, so das die Gäste innerhalb des Zaunes wirklich eine Garten- bzw. Urwaldatmosphäre verspüren werden.

Der Boden wird erst mit Folie ausgelegt und anschließend wird ein stabiler schwarz/weißer Filzteppich darauf verlegt. Man kann den Gästen wahrscheinlich nicht zumuten, sich auf schnöden, aber netten Pflastersteinen zu bewegen.

Angefangen haben die mit dem Aufbau am Mittwoch, am Samstag werden dann noch LKW-weise Stühle und Tische angekarrt, während auf der Bühne diverse Sänger und Bands Soundchecks machen. Die Bilder habe ich noch Mittags mit dem Handy gemacht. 1 Stunde später wollte ich noch ein paar mit dem Fotoapparat schießen, NO !  Nix geht mehr! Kein Durchkommen mehr, gesperrt und auch vom Zaun aus wurden Fotos verboten! Dann eben nicht!

Wir erfahren, dass dieser ganze Aufwand für tatsächlich nur einen einzigen Abend statt gefunden hat. Ob es hier einen kostspieligen Kartenvorverkauf gab oder ob es sich um geladene Gäste handelte…. das bekommt der Yachti nicht mit. Teilnehmen könnte er sowieso nicht, da bei den Herren das weiße Jacket und bei den Damen das lange Kleid zur Pflichtgardrobe zählte.

Wir sind hier so einiges an musikalischer Lautstärke in den letzten Wochen gewöhnt gewesen, sei es von den angrendenen Lokalen oder von Strandfestivals oder von… und so sind wir doch sehr verwundert, als am späten Nachmittag einer der Dockhandjungs uns einen Gutschein über 80.000 Pesos für ein angrenzendes Marinalokal überreicht mit den Worten: Wir wären ja für die Marina sooooo wichtige Leute und man würde sich im Vorfeld schon mal ganz dolle entschuldigen für den Krach, der am Abend auf uns zukommen wird.

Eine sehr nette Geste, zumal sich der Geräuschpegel wirklich in Grenzen hielt und wir mal wieder auch aus der 1. Reihe mit einem Feuerwerk verwöhnt wurden.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Ein ganzes Kaufhaus voller Plastik

Tupper läßt grüßen bzw. nein, Tupper kann überhaupt nicht mithalten bei dem Angebot hier. Eigentlich ist es mehr ein Haushaltswarengeschäft, aber das Plastikangebot überwiegt. Sprachlos stehe ich vor einem Regal mit Küchensieben

Wer hier nicht die richtige Größe in der richtigen Farbe findet, dem ist nicht mehr zu helfen 😉

 

Auch bei den Mülleimern sollte für jedes Herz was dabei sein 🙂

Schüssel rund, viereckig, rechteckig, mit Zipverschluß, ohne Deckel – meine Augen strahlen 😛 , Frank bekommt eine Krise und zerrt mich weg 😡

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Hier ist der Kunde noch König?!

Wir brauchen mal wieder einen Schweißer 😡 Wenn wir den Windgenerator laufen lassen, dann vibriert der ganze Geräteträger. Frank vermutet eine offene Schweißnaht, so gehen wir ins Marinabüro und fragen, wo wir denn einen Schweißer finden könnten. 3 Minuten später sitzen wir bereits in einem Golfcart und einer der Dockhandjungs fährt uns rüber zu der gegenüber liegenden kleinen Werft. Dort sitzt in einem winzigen Container Karen, die den Rest für uns managen wird. Heißt, sie besorgt jemanden von außerhalb und wird uns per E-Mail informieren, wann der Schweißer am nächsten Tag (???) zur Vorbesichtigung zu uns an Bord kommt. Hoppla, so schnell ? Uns ist es recht, sind wir ja immer nur kurz hier zwischen unseren Trips. Das Golfcart hat derweil auf uns gewartet und bringt uns auch wieder zurück. Ein Fußweg von 5 Minuten wird einem Kunden hier nicht zugemutet 😉

Und tatsächlich erscheint Karen samt einem weiteren Marinaangestellten sowie dem Schweißer am nächsten Nachmittag bei uns am Steg. Zwar nicht wie angekündigt gegen 16.00 Uhr sondern fast 2 Stunden später, aber da will man nicht meckern 😉 . Sie beäugen  die winzige Stelle, die nachgeschweißt werden muß und man diskutiert zu 3. (also ohne uns auf spanisch) wann und wo man die Arbeit am nächsten Tag (Oho!) erledigen kann. Karen übersetzt für uns ins Englische, super Service, alleine hätten wir uns nie verständigen können. Eigentlich müßten wir dafür mit dem Schiff zum Servicedock der Werft, aber da haben wir natürlich so überhaupt keinen Bock drauf für eine Mininaht. Und so erscheint der Schweißer tatsächlich sofort am nächsten Morgen p ü n k t l i c h , die obere Geräteträgerabdeckung wird an 3 Stellen nachgeschweißt und er ist nach einer halben Stunde wieder weg.

Das war im Ganzen ein super Service, blöd nur, dass der Geräteträger noch immer stark vibriert, wenn der Windgenerator läuft 😡 und Frank somit ratlos gucken läßt! Aber da naht Jost von der SY Serenity 🙂 .  Jost und Susanne hatten wir in Bonaire kennen gelernt und sie sind hier in Santa Marta angekommen, während wir den Amazonas angehimmelt haben. Jedenfalls gibt Jost Frank den Rat, mal die Abstände der 3 Flügel zu überprüfen, die müßten bestimmt nachjustiert werden. Frank will/kann das nicht glauben, mißt aber natürlich trotzdem nach und siehe da, Jost hat recht. Neu justiert und nix vibriert mehr! Wieder was gelernt! Danke, Jost 🙂

Veröffentlicht unter Allgemein | 1 Kommentar