Leticia – der letzte Tag und letzte Eindrücke

Den Vormittag genießen wir am Pool, wobei ich mir glatt mal wieder den Bauch verbrenne. Bin einfach keine Sonne gewöhnt 😉 .

Inzwischen gehört ein TukTuk auch zu unserem Standardbewegungsmittel. Einfach an die Straße stellen und Hand heben. Eins von 10.000 bleibt mit Sicherheit innerhalb von 10 Sekunden stehen.

Was in Santa Marta die kleinen gelben Taxis sind, ist hier das TukTuk. Für 4000 Pesos (1,20 Euro) fährt es einen von A nach B und ist somit hauptsächlich für die Einheimichen und nicht nur für die Touris.

Wir gehen am Ufer eine Betonbrücke/-steg lang wofür die genau gebaut wurde und wer die gesponsert hat, dass erschließt sich uns nicht genau. Für Touristen? Glaube ich nicht! Für die hier wohnenden Anwohner, damit die während der Regenzeit trockenen Fußes in den Ort können? Aber warum hat man dann zwischendurch diese runden Aussichtsplattformen eingebaut? Und noch wichtiger, warum sind im Geländer keine Aussparungen, so dass die Anwohner von ihren Häusern aus den Steg auch erreichen können?

So haben sich die Anwohner selber Holzstege gebaut, diese an dem Geländer befestigt und nun müssen alle, egal ob Schulkind oder Oma, immer nett übers Geländer klettern 🙂

auch wenn es nicht so aussieht, das ist „bewohnt“

Diese ganze Stelzensiedlung ist schon beeindruckend, aber ….Zum Abschluß besuchen wir noch den Santander Park mitten im Ort, wo kurz vor Sonnenuntergang tausende kleine grüner Papageien auf der Suche nach einem Schlafplatz einfliegen sollen. Um 17.00 Uhr suchen wir uns eine Bank und tatsächlich füllen sich die Plätze in den Bäumen rund um den Park mit immer mehr Papageien. Es herrscht eine wahnsinnig laute Geräuschkulisse, denn scheinbar haben sich die Kollegen eine Menge zu erzählen, bevor sie die Augen schließen. Um 17.45 Uhr sind nicht Tausende, nein, es sind inzwischen bestimmt Zehntausende in den Bäumen und wir denken, das war´s jetzt aber bestimmt. Frank hat Hunger, drängt auf Szenenwechsel und da geht es erst richtig los. In einer 1/4 Stunde ist es dunkel und jetzt kommen sie erst recht. Die nächsten 10 Minuten ist der Himmel voller kleiner schwarzer Punkte – da kommen Hunderttausende – es reißt nicht ab – unglaublich, wo die alle Platz finden sollen!

Kann man was erkennen? Jedenfalls war es ein unglaubliches Erlebnis – wunderschön 🙂

 

Leticia – wir sagen Tschüss – schön war es hier und wir haben die Reise zu dir nicht bereut

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Ceviche und Pirarucu

Heute steht wieder Brasilien auf dem Programm und das nicht nur der schönen Aussicht auf den Amazonas wegen, nein… wir (äh… ich 😯 ) wollen von Kolumbien nach Brasilien, um dort peruanisch Essen zu gehen. Das kann man eben nur hier 🙂

Unser Reiseführer preist ein peruanisches Lokal auf der brasilianischen Seite hoch an, im „San Jorge“  soll es das beste Ceviche überhaupt geben und so steht am späten Nachmittag ein riesiger Teller voll  k a l t e m Fisch vor uns.

Frank probiert und ist erst mal entsetzt. Das Essen ist ja kalt 😡 – stimmt, hatte ich im Vorfeld vergessen zu erwähnen. Ceviche ist mit Zitronensaft gegarter Fisch und somit nun mal kalt. Aber nachdem der 1. Schock überwunden war, schmeckte es sehr gut und zumindest Frank Teller war ruck zuck weggeputzt.

Gut, besser finde ich Fisch jedoch warm serviert. Eine Spezialität ist der im Amazonas heimische Pirarucu, der eine Länge von 4,5 m und 200 Kg erreichen kann. Da er inzwischen überfischt ist, darf er während der Laichzeit nicht gefischt oder verkauft werden, wobei sich die heimischen Fischer und kleinere Lokale wohl nicht alle daran halten. Wir schauen mal nicht so auf die Mark bzw. auf die Pesus, wählen ein gutes Lokal und geben unglaubliche 9,50 Euro für diesen Teller aus:

270 gr. herrlich weißes Fischfilet ohne eine einzige Gräte – ein Traum

Und da sag noch mal einer, in Kolumbien könnte man nicht gut und lecker essen gehen.

Vorher jedoch genießen wir nochmal die turbulente Atmosphäre des Amazonas

und nehmen Abschied vom Amazonas.

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Jungletour Tag 2

OH MEIN GOTT… war mir/uns kalt heute Nacht. Frank hat´s gefreut, schließlich war ich schon Monate nicht mehr so kuschelfreudig 😉 . Wir hatten das 1. Zimmer in dem 8er-Block, somit hatten wir 2 Fenster, eins zum Fluß, eins zur Seite. Nicht verschließbar und so zog es wie Hechtsuppe! Irgendwann hatte ich statt 1 dann 2 T-Shirts an, den breiten Schal um Bauch und Beine gewickelt,  Socken an und  rückte Frank immer näher auf die Pelle. Um 5.30 Uhr weckten die ersten Hähne und das Küchenpersonal klapperte mit den Töpfen. Wir ignorieren sämtliche Weckversuche und zittern weiter im Dämmerschlaf vor uns hin. Dann aber geht´s los – anstehen zum Zähneputzen 😡 , geduscht wird heute nicht (die Duschen sind übrigens jeweils mit in den Toilettenkabinen und die wollen wir ja morgens nicht gerade blockieren 😉 ).

Nach dem Frühstück  – nächstes Highlight – Piranhas f ü t t e r n  🙂 . Wir fahren mit dem Boot um die Ecke, jeder von uns bekommt einen Ast mit Angelschnur und Haken in die Hand. Miquel schneidet schlabbrige Hähnchenhaut und kleine Fische in kleine Stückedie anschließend mehrmals um den Angelhaken aufgepickt werden.  Aber die Viecher sind schlau, ob groß oder klein, inzwischen hat sich bei denen rumgesprochen, dass man den Köder nur seitlich abfressen darf. Und das geht ruck zuck – kaum ist der Haken im Wasser, merkt man schon das „Gezupfe“ – 30 Sekunden später ist der Haken leer 😡 Die haben einen Hunger, die Viecher :mrgreen:

Frank hat als 1. Glück

Nach 1 Stunde ist ein Piranha mit samt meinem Angelhaken abgehauen, somit hatte ich dann Zeit zum Relaxen

Wir und insbesondere ich haben vorher nicht vermutet, dass uns das Piranhaangeln Spaß machen würde, war aber echt witzig und gerade für mich das 1. Angeln meines Lebens 🙂

 

 

Die gesamte Ausbeute nach 2 Stunden angeln mit 4 Mann + 1 Frau

Anschließend geht es zurück zur Unterkunft, die Schüssel wandert in die Küche und kommt nach 30 Minuten zurück zu uns auf den Tisch zwecks Lunch 😯

😡 😡 😡

Frank und ich halten uns an die lauwarmen Nudeln mit Salat und überlassen es den spanischen Jungs, das bißchen Fleisch von den Gräten zu knabbern *schüttel*

Und dann ist unser Regenwaldausflug auch schon beendet 🙁  , aber noch nicht ganz, wir müssen ja wieder zurück mit unserem Schleichboot und sind somit erst gegen 16.00 Uhr in Leticia – ab ins TukTuk und ab unter die Dusche. Eigentlich war geplant, am Freitag noch mal eine kleine Schiffstour auf dem Amazonas zu machen, die fällt definitiv aus. Wir sind jetzt genug Boot gefahren 😉 .

Fazit: Es war nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben, aber es war okay. Es war lustig, auch unsere Unterkunft haben wir mit einem lachenden Auge hingenommen und wilde Tiere kann man bzw. sollte man auch nicht zwingen, in Erscheinung zu treten. Wir haben den Ausflug nicht bereut, auch wenn er kein Vergleich zu unseren Asien-Dschungel-Touren war.

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Jungle-Trip

Los geht´s ab Leticia, ein Stück den Amazonas runter und dann rechts rein in den Rio Yavary mit einem kurzen Stop in der brasilianischen Stadt Benjamin Constant und weiter bis nach Sacambu

Unser Luxusboot für die nächsten 2 Tage

Wir finden unser Boot geil, so wollten wir das und nicht eines der Schnellboote, wo man hintereinander mit Schwimmwesten sitzt und über den Amazonas bzw. den Rio flitzt, wie es die Tagesausflüger tun müssen aus Zeitgründen. Franks Befürchtung, dass es sogleich in den Rio Yavary geht, ohne das man das Fahren auf dem Amazonas ausreichend genießen kann, stellt sich als unbegründet dar. Leider haben wir mal wieder Pech mit dem Wetter. Kaum buchen wir einen Ausflug, zack… der Himmel ist bedeckt – von Sonne keine Spur *traurig guck*

Diese braune Brühe um uns herum ist das Amazonaswasser – nicht besonders einladend, oder?

  1. Stop ist die brasiliansche Stadt Benjamin Constant. Für 30 Minuten! Warum? Hatten wir das so gebucht? Der Grund erschließt sich uns und unseren 2 jungen spanischen Mitreisenden nicht so richtig.

Unser Guide und unser Bootsfahrer Daniel machen in der Zwischenzeit Frühstückspause, nun… vielleicht war das ja der Grund unseres Aussetzens 😉

Egal, mir paßt es ganz gut, habe ich aber eigentlich keine Augen für die Atmosphäre des Ortes, der Marktstände oder der Fischhalle…. ich brauche mal wieder eine Klo! Mano! Alte Frauen, ich sach dir! Nach 20 Minuten werde ich fündig. Direkt am Markt, ich blicke noch mißtrauisch durch die Tür, als mir ein alter Mann zu verstehen gibt… Si, si usw. – na dann. Oh je, 2 Kabinen, keine TÜR! Hardcore-Pinkeln also! Natürlich keine Spülung, sondern großen Wasserbehälter im Eingangsbereich zum Schöpfen. Ich hab noch nicht ganz die Hose auf, da schaut schon der 1. junge Mann um die Ecke. Egal, ich muss jetzt :mrgreen: Anschließend kann ich den Ort dann auch für die restlichen 5 Minuten genießen:

Ich frage mich, wie die diese ganzen Motorräder hier hin bekommen, denn auch Benjamin Constant ist nur per Schnellboot von Manau aus in 31 Stunden oder 7 Tage in langsamen Booten zu erreichen.

Phiranas und andere Leckereien

30 Minuten später ist die Frühstückspause beendet und wir dürfen wieder einsteigen 😉

Weiter gehts – den Rio Yavary rauf – links gleich wieder ein Ort, diesmal ein Peruanischer! Wir müssen aber nicht aussteigen 🙂 und für die nächsten 3 Stunden sieht die Gegend so aus:

Das ist die 1. Stunde wunderschön, anschließend *gähn* uns allen fallen die Augen zu und ich heimlich wünsch ich mich auf ein Schnellboot 😉 . Wir 4 werden jedoch immer wieder aus dem Schlaf hochgeschreckt, weil das Boot stoppt. Wir lernen, wenn Boot stoppt, dann Delphine in der Nähe und den Blick nach dem Handzeichen des Guides richten. Rosa Delphine sind versprochen worden (die leben tatsächlich hier im Amazonas) ich persönlich sehe einmal einen rosa Rücken, die andern Rücken sind alle grau, grau, grau. Und sie tummeln sich auch immer in sicherer Entfernung zu unserem Böötchen, haben keine Lust auf Touris. Die spanischen Jungs sind begeistert, nun wir auch, aber wir sind ja inzwischen daran gewöhnt, dass Delphine mit unserem Schiff spielen und wir sie quasi handnah erleben dürfen. Furchtbar, wenn man schon so verwöhnt ist *grummel*.

Gegen 13.00 Uhr erreichen wir unsere Übernachtungsmöglichkeit für heute Nacht. Das ist…. jaaaaaaaaa …….. wie soll man sagen?

Unser Schlafkämmerchen – ohne eigenes Bad, ohne Lichtschalter. Den Lichtschalter hatte nur einer von 8 Zimmern und wenn der den betätigte, Hurra!!!! Dann hatten wir alle Licht!

Und nach oben offen sind die Kämmerchen auch, es gab also keine Decke, so wissen wir später auch, das mindestens einer unserer spanischen Jungs nett schnarcht und sich das französiche Pärchen nebenan noch lange schön unterhalten hat. Gott sei Dank n u r  unterhalten 😉

1 kleines Waschbecken mit Spiegel für 16 Zimmer – wenn das nicht rationell ist !

Und davon gab´s 4 Stück – haben gereicht, freiwillig hat sich hier niemand lange aufgehalten 😉

Was soll ich sagen…

1. flashpackergeeignet war das nicht und

2. nie wieder ohne meinen Alltours 🙂

Genau hingucken – der hauseigene Kaiman (mittig)

Der kurz nach der Ankunft servierte Lunch war jedoch sehr sehr gut, da kann man nicht meckern. Anschließend die Ansage – 1 Stunde Mittagsruhe , erst um 14.30 Uhr geht es weiter. Puuuuhhh! Wir haben uns doch den ganzen Morgen ausgeruht, wir wollen jetzt los, Regenwald gucken! Tja, aber das Wetter spielt eh nicht mit, inzwischen gießt es und so nutzen wir zwangsweise doch erstmal die witzigen Hängematten.

Pünktlich zur Regenwaldbesichtigung ist es aber dann wieder trocken und die Dschungelgeier (echte Schwarzkopfgeier) hocken mit ausgebreiteten Flügeln auf der Wiese und trocknen. Allein der Anblick entschädigt für vieles *lach*

Unser Guide Miquel mit der Machete vorne weg, wir hinterher:

Weit oben in den Gipfeln sehen wir zwischendurch auch mal Affen bzw. Äffchen. Hier wäre vielleicht ein Fernglas angebracht gewesen. Nach 2 Stunden sind wir zurück am Boot und es geht zum nächsten Highlight – Kaimane gucken! Wir steuern eine kleine Ausbuchtung an und machen unser Boot an einem Stock im Wasser fest. Der Stock ist bestimmt nicht umsonst im Wasser verankert worden, gleich kommen sie bestimmt, die Kaimane. Es ist 17.30 Uhr und Miquel meint, die Kaimane kommen erst nach Einbruch der Dunkelheit. Äh… nun, dunkel wird es erst um 18.00/18.15 Uhr – und so sitzen wir nun da. Während Miquel uns mit Geschichten von verschiedenen Indiostämmen unterhält, die noch immer einsam in weitentlegenden Amazonasgebieten leben, beobachten wir aufmerksam in freudiger Erwartung das Ufer. Da tut sich nix und unruhig frage ich nach, ob denn wirklich j e d e n  Abend die Kaimane kommen. Si, Si…. Immer! Die können nur im Dunkeln gut sehen und so ihr Futter Frösche, Fische, Vögel, fangen. Obwohl, Vögel gehen doch im Dunkeln schlafen, oder? 18.15 Uhr – es tut sich nix und wir lösen die Leine. Über eine Stunde fahren wir die Ufer ab, während Miquel mit seiner Taschenlampe versucht, die Kaimane zu erspähen. 2, 3 x gibt er wilde Zeichen an Daniel, der dann in ein Gebüsch braust. Ich denk noch, was denn, wollen wir Kaimane gucken oder überfahren? Und dann endlich, Miquel greift ????  ins Gebüsch (unverständlicherweise völlig angstfrei) und hat einen!!!!

Oh mein Gott, da hatte ich mir doch schon was Größeres vorgestellt 😉 Der kleine Kerl ist höchstens 25 cm lang und in Schockstarre verfallen. Darf aber 5 Minuten später nach ausgiebiger Bewunderung wieder zurück ins Gebüsch. Gut, das war jetzt ein bißchen enttäuschend, aber im Dunkeln in totaler Stille am Regenwald vorbei zu fahren, das hatte was 🙂

Wir gehen noch mal kurz an Land und suchen Spider (äh… im Dunkeln *schüttel*), als einzige Frau bin ich hocherfreut, dass wir keine finden 🙂 .

Um 8.00 Uhr gibt es Dinner, um 20.30 Uhr heißt es gute Nacht

Ups, habe mich mal wieder verplaudert, was 😉 – genug Text und genug Bilder für heute, dann geh ich jetzt besser auch mal in unser Kämmerchen

 

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Auf nach Brasilien

Vorher jedoch buchen wir einen 2-Tages-Tripp in den Regenwald bei „George of the jungle“ für den nächsten Morgen. Wichtig für uns ist ein englischsprachiger Guide, um überhaupt annähernd was zu verstehen wie z.B. – dort eine Affe oder auch die Uhrzeit des nächsten Treffpunktes usw.  – wir sind gespannt.

Leticia ist die Hauptstadt der kolumbianischen Provinz Amazonas und zugleich der größte Ort im Umkreis von mehreren 100 Kilometern. Sie liegt im Dreiländereck Kolumbien, Peru und Brasilien. Durch alle 3 Länder fließt hier der Amazonas und da Leticia nur an einem  Ausläufer liegt, ich jedoch gemäß Google-Map glaube, dass der Amazonas direkt am brasilianischen Nachbarort Tabatinga vorbei fließt und meinen Skipper ja glücklich machen will, ist heute ein Spaziergang nach Brasilien fällig. Natürlich verzichten wir mal wieder auf ein TukTuk, wissen wir ja noch nicht, dass auch diese die Grenze unproblematisch überqueren dürfen. Und außerdem… 8 Km !!! Und man sieht auch viel mehr 🙂 . Zum Beispiel Stelzenwohnhäuser der einfachen Art, weil wir natürlich mal wieder die Abkürzung suchen am Ufer lang. War aber nix, hier kein Durchkommen. Also zurück auf die Hauptstraße, ein TukTuk meiden wir noch immer. TukTuk sind hier übrigens die Hauptfortbewegungsmittel außer natürlich, man hat einen Roller oder ein kleines Motorrad, welche der Anzahl nach zum Standardbesitztum gehören 😉 Zu den TukTuk demnächst mehr!

Nach 15 Minuten erreichen wir die Grenze, Zoll- oder Grenzkontrollen gibt es hier tatsächlich nicht – würde auch zu kilometerlangen Staus führen, denn der starkte Roller- und TukTuk-Verkehr führt von einer kolumbianischen Hauptstraße direkt auf eine Brasilianische. Maps.me führt uns weiter 10 Minuten die staubige Straße lang, dann dürfen wir nach rechts abbiegen. Wiedermal fühle ich mich nach dem Italien von vor 45 Jahren versetzt. Endlos lang reihen sich Schuhgeschäfte aneinander. Hunderte Kartons stehen auf dem Bürgersteig, oben auf jeweils ein Ausstellungsstück.  Augen gerade aus, heute kein Schuhkauftag :mrgreen: , heute Amazonastag *mist*. Das ist also Brasilien, so so!

Am Ende dieser Straße jedoch leuchtet uns der Fluß entgegen, leider jedoch hinter einem Zaun. Die machen es einem aber auch schwer. Also nochmal nach links vorbei an Geschäften und Lokalen Und endlich, endlich… da ist er:

Ungeheuer eindrucksvoll 🙂 – Der Skipper strahlt, ich auch! 🙂

Etwas oberhalb liegen 3-4 einfache Lokale, hier genießt man nicht nur die herrliche Aussicht, nein, auch die laute brasiliansche Musik, die aus jeden Lokal anders raus schallt, sowie 600ml-Flaschen Bier, was des Skippers Herz nochmal höher schlagen läßt.

Die Atmosphäre ist einfach unbeschreiblich. Trotz lauter Musikbeschallung kann man besinnlich genießen. Hier ist nichts touristisch gestylt, nein, hier sitzt der Einheimische beim Bierchen mit Kollegen, die Geschäfte in den Straßen verkaufen keinen KrimsKrams, sondern Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände.  Hier fühlen wir uns wohl und wir werden wiederkommen 🙂 .

Auf dem Rückweg beenden wir unseren Brasilienausflug mit einer perfekten brasilianischen Caipirinha (schließlich… na, wer hat´s erfunden?) am Straßenrand

Und morgen geht´s in den Regenwald 🙂

 

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Leticia – Tag 1

Die Anfahrt bzw. der Anflug nach Leticia war unspektakulär, außer vielleicht erwähnenswert war unser Zwischenstop in Bogota, da wir ja 2 Stunden auf das Boarding für den nächsten Flug warten mußten. Die mit uns wartenden Menschen um uns herum waren merkwürdig gekleidet, sie hatten nicht wie wir kurze Hosen und ein T-Shirt an, nein… lange Hosen, Pullis, darüber dicke Jacken, Socken – alles was noch fehlte, waren Mütze und Handschuhe. ?????  Mir schwannt was, ich hatte doch da mal was gelesen…. Wir fragen das Internet und siehe da, aktuelle Temperatur um 12.00 Uhr mittags in Bogota ganze 16 Grad ! Hallo?  Wir haben August! Da ist es ja Weihnachten wärmer bei uns 😉  – gut, Bogota liegt auf 2600 m Höhe, aber das ist doch kein Grund, oder? Und dann leben hier auch noch über 8 Millonen Menschen – freiwillig!!! Brrrr!!  Jedenfalls weiß ich eins, wenn wir vor unserem Heimatflug hier 1 Tag verbringen, dann werden wir uns warm anziehen und uns so schon mal auf die Temperaturen in DE vorbereiten, die jedoch hoffentlich über 16 Grad liegen.

Aber ich schweife mal wieder vom Thema ab.

Unser Hotel ist ganz nett, aber unser Standard-Bungalow liegt ein wenig stiefmütterlich abseits und ist kein Vergleich zu dem Bungalow am Tayrona Nationalpark. Überhaupt ist im näheren Umfeld so gar nix vom Regenwald zu sehen. Leticia ist ja auch eine Kleinstadt, dafür mußte bestimmt der eine oder andere Baum abgeholzt werden. Jedenfalls guckt Frank nicht sehr glücklich und zufrieden – oje, oje – was hab ich denn da wieder gebucht? Unser Hotel liegt auch nicht direkt im Ort, laut Beschreibung ist der Ortskern jedoch nach einem kurzen Spaziergang oder mit einem TukTuk zu erreichen. Nur in welche Richtung müssen wir eigentlich? Klar, wie hätten jetzt auch einen TukTuk nehmen können, aber so einfach machen wir uns das nicht. Und außerdem – denkt an die 8 Km täglich! Und so laufen wir und laufen wir und laufen wir – immer mit Blick auf die Maps.me-App. Die Gegend ist nicht besonders schön und Frank schaut immer noch nicht sehr glücklich drein. Und endlich erreichen wir den Kern von Leticia, stehen am Amazonas und blicken auf die Stelzenhäuser am gegenüber liegenden Ufer, auf Holzbrücken und Floßhäuser. Und der Skipper strahlt – ENDLICH! JA – so hat er sich es vorgestellt.

Und dabei ist das gar nicht der Amazonas 😉 – nur ein kleiner Ausläufer, aber immerhin 🙂

Zurück geht es übrigens nach einem netten Abendessen mit dem TukTuk – nicht weil wir zu faul gewesen wären, nein… wir hätten unser Hotel einfach nicht mehr wiedergefunden 😉

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Auf zum Amazonas…

Wir machen Urlaub 🙂  – Nie waren wir dem Amazonas soooo nah wie hier !

Morgen früh geht es quer durch bzw. über Kolumbien nach Leticia, einer Stadt am Amazonas. Um 9.00 Uhr fliegen wir nach Bogota und nach einem 2-stündigen Aufenthalt dort weiter zum anderen Ende von Kolumbien. Leticia liegt 800 Km von der nächsten Autobahn entfernt und ist nur per Schiff oder Flieger erreichbar. Sie ist Ausgangspunkt für Touren in den Dschungel mit seinen diversen Reservaten. Leider hat im Vorfeld keine Kontaktaufnahme per Internet, Mail oder WhatsApp mit einem der zahlreichen Tourenveranstalter geklappt, so dass wir uns entschieden haben, 6 Tage in einem Hotel in Leticia zu bleiben und von dort aus Tagesausflüge zu starten.

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Cartagena Tag 2

Nach einem ausgezeichneten Frühstück auf der Dachterrasse unseres Hotels machen wir uns wieder auf in die Altstadt, der Palacio de Inquisicion muss gefunden werden. Gar nicht so einfach hier, denn anders als in all den anderen Städten hier in Kolumbien gibt es hier keine Calles und Carreras 1 bis … , sondern die Straßen haben alle Namen, diese wechseln jedoch an jeder Straßenecke und Ecken gibt es zu Hauf. Wir gehen mal rechts, mal links rum und landen immer irgendwie an den gleichen Stellen und Plätzen. Wahrscheinlich sind wir an dem berüchtigten Palast schon mehrmals vorbei gegangen ohne ihn als Greuelgebäude wahrzunehmen.

Palacio de Inquisicion

Hier wurden zwischen 1610 und 1821 an die 800 Personen der Hexerei, Zauberei und Blasphemie angeklagt, gefoltert und zum Tode verurteilt. Heute ist der Palast ein Museum, das die Folterinstrumente der damaligen Zeit zeigt, von denen einige wirklich furchterregend seien sollen. Der Eintritt ist nicht billig und mir graut eigentlich schon bei den Gedanken an Folter, so entscheiden wir uns gegen einen Besuch. Gleich gegenüber ist das Goldmuseum, eine Miniaturausgabe des berühmten Goldmuseum in Bogota, Eintritt frei – also Back- und Flashpackergeeignet 😉 – ganz nett, aber am Besten ist die Klimaanlage hier, die unsere aufgeheizten Körper runter kühlt 🙂 .

 

 

 

 

Bis Mittag laufen wir weiter durch die Gassen, ja, die meistenHäuser sind wunderhübsch restauriert und die Balkone wunderschön. Wir schauen in Schaufenster mit Andenkenkrimskrams oder teuren Boutiquen, laufen auf der jahrhundertalten Stadtmauer lang und werfen einen Blick auf das echte Cartagena

Verdammt häßlich

Aber der Funke springt nicht so recht über, zu touristisch, zu unecht. Santa Marta mit seinem natürlichen historischen Stadtteil spricht uns mehr an.

Gegen Mittag sind wir zurück in unserem Stadtteil Getsemani, was nun? Wir streifen durch die Gegend und laufen per Zufall durch eine Reparaturstraße. Dort stehen lauter abgewrackte winzig kleine Holzkäfterchen, in denen Männer Handy´s, Tablet´s und sonstige elektronischen Geräte auseinander nehmen und reparieren. Unter anderem auch Uhren und Frank fällt spontan ein, dass der Verschluss an seiner Armbanduhr ja ständig aufspringt. Tatsächlich findet der Mann in dem ganzen Gewirr ein Casioarmband, von dem er den Verschluß abbaut und an Franks Armband einbaut. Verständigung mit Händen und Füßen natürlich nur, Arbeitszeitaufwand 15 Minuten, Kostenpunkt lächerliche 2,20 Euro und vor allen Dingen mal wieder ein nettes Erlebnis

Wir haben noch immer viel Zeit, eine Internetsuche ergibt, dass die Marina nicht allzuweit weg ist und so wollen wir einen Blick darauf werden, ob wir vielleicht was verpaßt haben. In Kolumbien (zumindest an der Karibikseite) gibt es nur 2 Möglichkeiten, eine Marina aufzusuchen. Eben nur in Cartagena und in Santa Marta. Die Marina sowie das Anker- und Mooringfeld liegen ca. 30 Minuten Fußweg von der Altstadt und Getsemani entfernt, häßliches Umfeld vor lauter Hochhäusern in ansonsten toten Straßen ohne Leben und ohne Gastronomie. Und ungeschützt, die Ankerlieger rollen hin und her, und auch in der Marina ist Bewegung in den Schiffen. Selbst bei uns im Hafen ist das Wasser sauberer.

Nichts, aber auch gar nichts hier hat die entspannte nette Urlaubs-Atmosphäre eines Seglerhafens und wir sind nur froh, uns für Santa Marta entschieden zu haben. Ja, auch Santa Marta ist touristisch, aber echter, natürlicher, die Wege sind kurz und das Leben tobt direkt vor der Marina 😉 .  Und im Hintergrund haben wir keine Satellitenstädte, sondern die Berge der Sierra Nevada. Wir sind froh, dass wir morgen dort hin zurück dürfen.

Vorher jedoch lassen wir den Tag ausklingen in Getsemani am Plaza de Trinidad, dem Backpacker-Treffpunkt schlechthin. Rund um dem Platz bieten lange Bänke gute Sitzmöglichkeiten ebenso wie auf den Stufen vor der Kirche. Das Bier holt man sich aus dem Minimarkt,

das Abendbrot gibt es vom Stand und für Cocktails ist auch gesorgt.

Cocktailstand 🙂 – Die Pina Colada wird hier zwar ohne Kokosnussmilch, dafür aber mit frischer Ananas und ordentlich Rum gemischt.

Backpackermenu – undefinierbares Fleisch auf Salat mit Matschepampe drauf – fand reißenden Absatz 😉

Wir als Flashpacker 😉 waren vorher nett beim Italiener und ich habe mir statt wie die beiden Mädels vor mir, die sich einen Cocktail geteilt haben, sogar 2 geleistet. Da diese für 3,30 € neben Milch und Ananas auch jeweils einen sehr ordentlichen Schuß Rum enthielten, klang der Abend für mich recht schicker aus 🙂 und hat mich mit Cartagena versöhnt.

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Cartagena Tag 1

Der Spaß fing bereits mit der Taxifahrt zum Terminal de Transportes am frühen Morgen an. Wir erwischten mal wieder einen spaßigen und gesprächigen Taxifahrer. Mit seinen 15 Wörtern „englisch“ natürlich gemischt mit ganz vielen Spanischen unterhielt er uns die ganzen 20-25 Minuten Fahrtzeit und freute sich dabei wie ein Schneekönig. Natürlich kann ich hier nicht alles wiedergeben, das würde den heutigen Blog sprengen, aber unter anderem wissen wir jetzt, dass auch Kolumbien ein Einwandererproblem hat. Ujii, Ujii – 1 Million, nein inzwischen sogar 2 Millionen (oh Gott oh Gott – O-Ton Taxifahrer) Venezulaner sind bereits im Land und wenn man eine Chica mit eine Thermoskanne am Straßenrand sieht, die damit Kaffee verkauft, dann ist das mit Sicherheit eine Venezualerin. Und davon gibt es in der Tat wirklich sehr sehr viele!!!

Nun gut, der Taxifahrer ist besorgt, ob wir denn am Busbahnhof ohne Spanischkenntnisse zurecht kommen und würde uns am liebsten direkt bei einem Bus absetzen. Das aber lassen die Leute am Busbahnhof nicht zu – kein Zutritt für Taxis. Er muss uns am Eingang absetzen, organisiert aber einen Wachhund für uns, der den Auftrag bekommt, uns schnurstracks zu einem Bus nach Cartagena zu bringen. Wofür habe ich nun tagelang im Internet recherchiert, was für Busfirmen es gibt, welche am Besten sind, wie man ein Ticket kauft etc. etc. etc. – alles umsonst 😉 – Wir haben nicht mal Gelegenheit, uns auf dem Bahnhof und seinen vielen Busschaltern umzusehen, 2 Minuten später stehen wir vor einem Collectivo (Van), haben ein Busticket in der Hand (ohne Schalter) und konnten uns einen guten Sitzplatz aussuchen, da wir fast die Ersten waren. Frank murrt etwas, wollte er doch einen großen komportablen Autobus. Naja, sage ich, du hättest ja mal versuchen können, aus der Nummer rauszukommen 😉 . Tatsächlich ist der Bus eine halbe Stunde später auch voll, fast alles Einheimische, nur 1 weiteres Touristenpaar muss irgendwie auch eingefangen worden sein. So geht es bereits um 8.00 Uhr los und wir erreichen Cartagena gegen 12.30 Uhr. (Kostenpunkt: 9 Euro pro Perso für eine 4,5 Stunden-Fahrt) Der Busbahnhof liegt weit draußen und wir brauchen fast eine 3/4 Stunde mit dem Taxi zu unserem Hotel – Kostenpunkt 7 Euro – dafür kannste in DE kaum in ein Taxi einsteigen 😉

Wir checken in unserem Hotel Villa Colonial ein, welches in einer ruhigen Seitenstraße im Stadteil Getsemani liegt. Getsemani liegt unmittelbar neben der Altstadt, die somit fußläufig in Minuten zu erreichen ist und dazu im preiswerten Backpackerbudget liegt, was Gastronomie und Hotelpreise angeht. Dazu gehören inzwischen übrigens auch die „Flashpacker“ !!!! Noch nie gehört das Wort? Nun, ich glaube, wir sind Flashpacker 🙂

Auszug aus dem Netz, denn besser könnte ich es auch nicht beschreiben: Flashpacker sind Komfort-Abenteurer, die mit dem Rucksack die Welt entdecken und dabei das Reisen genießen wollen – das heißt lieber mal ein Upgrade nehmen, als im Zehnmannschlafsaal oder 24-Stunden-Holzklassebus zu leiden.“ Das sagt Sascha Tegtmeier, Autor des Buchs „Ich nehm dann mal das Upgrade!“ Tegtmeier weiter: „Flashpacker bewahren sich trotz des komfortableren Reisestils den Pioniergeist. Sie suchen ausgezeichnete Restaurants, abgelegene Landschaften und Kontakt zu Einheimischen gleichermaßen. Flashpacker wollen eben beides: Schamane und Klimaanlage. Flashpacker wissen: Der Geruch von Freiheit muss nicht mit dem Gestank von alten Socken einhergehen. Freiheit kann auch nach frischen Blumen in der Premium-Unterkunft duften.“

🙂 🙂 🙂 so in etwa paßt´s – obwohl die meisten Flashpacker zwischen 25 und 40 sind – aber vielleicht wird ja für unsereins auch noch ein Name erfunden 😉

Für 16.00 Uhr am Nachmittag haben wir eine Free-Guide-Altstadtführung gebucht, dafür muss man sich bei einem der vielen Anbieter im Netz vorher anmelden und bekommt anschließend eine Bestätigungsmail mit Treffpunkthinweisen! Wie gesagt, diese Führungen sind kostenlos, dauern so an die 2 Stunden und anschließend entscheidet das Trinkgeld, wie gut oder schlecht einem die Führung gefallen hat. Unsere Tour ist gut besucht, und so werden wir in eine spanisch- und 2 englischsprachige Touren aufgeteilt. Maria spricht gut, aber leider sehr sehr schnell Englisch, so dass wir natürlich nicht alles mitbekommen. Aber mal versteh ich mehr, mal Frank und so reicht es für einen ersten wunderschönen Eindruck.

Anschließend gibt es im turbulenten Getsemani noch ein preiswertes Flashpacker-Dinner, einen Happy Hour Cocktail, einem Absacker auf der Hotelterrasse und ein Bett mit Klimaanlage (soooo schön!!! ). 

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Leben mit der falschen Uhrzeit ! Möglich?

Definitiv ja! Zumindest hier und als Rentner!

Wir jedenfalls haben das über 2 Wochen lang geschafft ohne es auch nur annähernd zu merken. Das wir bzw unsere Uhren nicht richtig ticken, das haben wir nur zufällig dann festgestellt. Dazu muss man aber auch sagen, dass wir noch nie eine öffentliche Uhr hier in Santa Marta gesehen haben.

Nun, kurz vor 14 Uhr begeben wir uns die Tage zur Marinawaschmaschine, das Programm läuft 29 Minuten, ein Blick auf meine Handyuhr und ich sage zu Frank, um 13.30 Uhr muss er die Wäsche wieder abholen. Quatsch, meint er natürlich, du meinst 14.30 Uhr. Nein, 13.30 Uhr! Mmmhhmm, irgendwas stimmt nicht! Wenn wir um 14.00 Uhr laut Schiffsuhr losgegangen sind, kann die Wäsche ja nun wirklich nicht um 13.30 fertig sein. Meine Handyzeit bezieht die Zeit aus der Einstellung „automatische Zeitzone“ oder auch UTC – 5 (Kolumbianische Normalzeit).  Franks Handy ist auch eingestellt auf UTC-5, allerdings EasternZeit USA und Kanada! Sollte, da beides UTC-5 ist, eigentlich gleich sein. Isses aber nicht!!! Wir testen noch Havanna und Haiti, beides auch UTC-5 – stimmen aber nicht mit der (angeblichen) Uhrzeit in Kolumbien überein. Wir fragen das Internet nach der aktuellen Uhrzeit hier – nun, MEIN HANDY hat recht!!!  Ganz alleine! Es ist 1 Stunde früher ! Alle anderen Uhren auf dem Schiff, sei es der Digitalwecker, die teure Wempe-Uhr, die Tablet-Uhren und auch die Laptopuhren zeigen a l l e eine falsche Zeit. Wir gehen also seit 14 Tagen statt um 22.00 Uhr bereits um 21.00 Uhr zu Bett und was noch viel viel schlimmer ist, wir stehen jeden Morgen um 8.00 Uhr auf – geht ja gar nicht!!!!  😉

Das haben wir Gott sei Dank festgestellt, 2 Tage bevor es in den Tayrona Nationalpark ging 🙂 , sonst hätte wir nämlich laut Franks altmodischer Armbanduhr (so was gibt es noch, ja) um 18.00 Uhr vor verschlossenen Ausgangstoren gestanden 😉 .

Leider haben wir aber immer noch mit der einen Stunde zu kämpfen… wir sind nämlich morgens jetzt immer sooo früh munter :mrgreen:

Was morgen jedoch ein Vorteil sein sollte, der Wecker geht recht früh, da wir den Bus nach Cartagena um 8.30 Uhr erwischen wollen. Dazu müssen wir jedoch erst noch 20 Minuten mit dem Taxi zum Busterminal, eine Fahrkarte kaufen, den richtigen Bus finden etc. und das alles ohne Spanischkenntnisse :mrgreen: (aber zumindest haben wir ja inzwischen die richtige Uhrzet 😉  ). Die Fahrt selber ist mit 4,5 Stunden angegeben, meist werden aber 6,5 gebraucht. Nun, wir werden uns zu beschäftigen wissen und hoffentlich die Landschaft genießen können.

Cartagena ist eine Hafenstadt an der Karibikküste Kolumbiens und Unesco-Weltkulturerbe seit 1984. Sie hat sich als eine der schönsten Kolonialstädte Südamerikas behauptet. Zum Meer hin liegt die im 16. Jahrhundert gegründete ummauerte Altstadt mit großen Plätzen, Kopfsteinpflasterstraßen und bunten Kolonialgebäuden und ist Haupt-Touristen-Ziel auch für Cruisingschiffe.

Mittwoch Abend sollten wir wieder zurück sein, falls uns die Stadt nicht soooo gut gefällt, dass wir verlängern.

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